Angriff auf die Exiliraner in Ashraf-8 April 2012

Prev Next

Unterdrückung durch Teheraner Polizei bei neuen Kleidungsvorschriften

Unterdrückung durch Teheraner Polizei bei neuen Kleidungsvorschriften

Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

Protest im Europarat: Repressalien gegen Exiliraner im Irak stoppen!

Protest im Europarat: Repressalien gegen Exiliraner im Irak stoppen!

"Der unmenschliche Druck, der von der irakischen Regierung auf die Menschen in Ashraf und Camp Liberty ausgeübt wird, ist inakzeptabel." In einer schriftlichen Erklärung haben 32 Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des...

Sondereinheit für Unterdrückung der Bewohner nach Liberty verlegt

Sondereinheit für Unterdrückung der Bewohner nach Liberty verlegt

Eine Spezialeinheit mit bewaffneten Fahrzeugen und schweren Maschinengewehren wurde seit heute morgen 6:30 Uhr am Freitag, den 20. April nach Camp Liberty verlegt. Die Einheit ist auf allen vier Ecken...

Ashraf: Bei Ubergriffen irakischer Truppen sind wieder 29 Exiliraner verletzt

Ashraf: Bei Ubergriffen irakischer Truppen sind wieder 29 Exiliraner verletzt

Am Vormittag des 8. April ist es erneut zu gewaltsamen Ubergriffen irakischer Truppen auf die iranischen Oppositionellen gekommen, die in Ashraf im Irak leben. Die Sondereinsatztruppe SWAT prügelten mit Holz-...

Sonntag, Mai 20, 2012

Konferenz in Berlin fordert internationale Schutzgarantien für Ashraf + Film

Günter Verheugen: "Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen."

Am 28. Januar hat eine internationale  Konferenz in Berlin auf die Lage der in Ashraf im Irak lebenden iranischen Oppositionellen aufmerksam gemacht, denen weiter Zwangsvertreibung und Deportation den Iran drohen. In Berlin wurden internationale Schutzgarantien für die Exiliraner in Ashraf gefordert, und die Bundesregierung wurde aufgerufen, zu einer humanitären Lösung der Krise beizutragen. Die Menschen in Ashraf sind politische Flüchtlinge, die vom Flüchtlingshilfswerk der UNO als Asylsuchende anerkannt wurden. Damit haben sie völkerrechtlich den Anspruch auf Schutz, Sicherheit und humanitäre Hilfe.

 

Die mehr als 3000 iranischen Asylsuchenden in Ashraf im Irak befinden sich weiterhin in einer akut gefährlichen Lage. Das Teheraner Regime und seine Verbündeten im Irak sabotieren die internationalen Bemühungen um eine friedliche Lösung der Krise. Den Exiliranern soll die Umsiedlung in ein gefängnisähnliches Lager, genannt „Camp Liberty“, aufgezwungen werden, wo sie zu Rechtlosen werden und auf ihr gesamtes Eigentum verzichten müssen. Menschenrechtler warnen davor, dass den iranischen Flüchtlingen dort kein verlässlicher Schutz zuteil wird, und dass sie dort in akuter Gefahr sind, Opfer von militärischer Willkür und schweren Menschenrechtsverletzungen zu werden. Die Menschen in Ashraf, wo ausschließlich Zivilisten leben, wurden seit 2009 bereits Opfer von zwei von irakischen Militärs verübten Massakern mit fast 50 Toten und ca. 1000 Verletzten.

280112-Berlin

An der Berliner Konferenz wirkten Spitzenpolitiker, Parlamentarier, Juristen und Menschenrechtler aus verschiedenen Ländern mit. Unter den Mitwirkenden waren:
–    Prof. Dr. Rita Süssmuth, langjährige deutsche Bundestagspräsidentin
–    Günter Verheugen, Experte für Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, ehemaliger EU-Kommissar und Vizepräsident der EU-Kommission
–    Prof. Horst Teltschik, langjähriger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
–    Dr. Josef Joffe, Mitherausgeber der Wochenzeitung „DIE ZEIT“
–    Prof. Bassam Tibi, Professor für Internationale Beziehungen und Nahost-Experte
–    Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer Stiftung
–    Bernd Häusler, Menschenrechtsbeauftragter und Vizepräsident der Berliner Rechtsanwaltskammer

280112-Berlin-5Die Berliner Konferenz rief die UNO, die USA und die EU auf, konkrete und wirksame Maßnahmen ergreifen, die den Schutz, die Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte der Bewohner von Ashraf sicherstellen und jegliche Zwangsvertreibung verhindern. Es wurde außerdem gefordert, dass das UNO-Flüchtlingshilfswerk den politischen Flüchtlingen in Ashraf umgehend eine kollektive Asylberechtigung erteilt, da die irakischen Behörden die Durchführung der Einzel-Asylverfahren durch die UNO in Ashraf nicht zulassen. Die Asylberechtigung ist Voraussetzung für die Aufnahme der politischen Flüchtlinge in Drittstaaten.

In Berlin wiesen die Mitwirkenden darauf hin, dass die irakische Regierung die mit der UNO vereinbarte Absichtserklärung, die den Schutz der Exiliraner gewährleisten soll, permanent verletzt. Während sie die Menschen in Ashraf als Terroristen diffamiert, droht die irakische Regierung mit Zwangsmaßnahmen für den Fall, dass nicht alle Exiliraner aus Ashraf den Irak bis April verlassen haben. Trotz anders lautender Zusagen setzt das irakische Militär die Repressalien und Blockademaßnahamen gegen die Flüchtlinge fort, um sie zum Verlassen der von ihnen seit 25 Jahren bewohnten Siedlung Ashraf zu zwingen.

280112-Berlin-2

Mit Besorgnis wurde auf Einmischungsversuche des Teheraner Regimes in die Verhandlungen über das Schicksal der Exiliraner in Ashraf hingewiesen. Es wurde betont, dass die iranischen Oppositionellen in Ashraf vom Teheraner Regime als sog. Staatsfeinde verfolgt werden und ihnen somit die Todesstrafe droht. Daher haben sie in Ashraf Zuflucht gesucht. Bei Verhandlungen über das Schicksal von Asylsuchenden darf nicht das Regime beteiligt werden, dessen Verfolgungs- und Repressionsmaßnahmen sie zur Flucht ins Exil gezwungen haben. Die UNO wurde aufgefordert, jegliche Einmischung des Teheraner Regimes in die Maßnahmen zur Lösung der Ashraf-Frage zu verhindern.

280112-Berlin-4Günter Verheugen, langjähriger EU-Kommissar und Vizepräsident der EU-Kommission:
„Daran mitzuwirken, dass ein nicht gerechtfertigtes willkürliches irakisches Ultimatum gegen Ashraf verlängert wird, reicht nicht aus! Leider ist das Engagement der europäischen Regierungen und der amerikanischen Regierung sehr, sehr schwach. Die 3400 Bewohner von Camp Ashraf sollen in eine Einrichtung in der Nähe von Bagdad gebracht werden, die man verharmlosend ein Übergangslager nennt. Es ist kein Übergangslager, das Ganze ist seinem Charakter nach nichts anderes als ein Gefängnis, ein Hochsicherheitstrakt, und der Name Camp Liberty kann unter diesen Umständen nur als eine Verhöhnung der Menschen aufgefasst werden, die gezwungen werden sollen, dort zu leben. Unter diesen Bedingungen kann es keine Unterstützung für die Durchführung des Memorandum of Understanding geben, das zwischen den Vereinten Nationen und der Regierung des Iraks vereinbart wurde. … Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen.“

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Steigender Druck auf Familienangehörige von Bewohnern aus Ashraf in den Gefängnissen

Steigender Druck auf Familienangehörige von Bewohnern aus Ashraf in den Gefängnissen

- Bestätigung von zwei Todesurteilen von PMOI Unterstützern durch den obersten iranischen Gerichtshof- Aufruf zum Stopp der Hinrichtung politischer Gefangener und zum Ende des Drucks auf Familienangehörige der Volksmodjahedin

Internationale Kampagne: Ein Jahr Mahnwachen in Genf

Internationale Kampagne: Ein Jahr Mahnwachen in Genf

Kampagne für den Schutz der iranischen Oppositionellen in Ashraf und Camp Liberty durch die UNO Seit April 2011 finden in Genf vor dem europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen täglich Mahnwachen für...

Rita Süssmuth: Verantwortung für 3400 iranische Oppositionelle

Rita Süssmuth: Verantwortung für 3400 iranische Oppositionelle

"Abseits der Öffentlichkeit spielt sich eine weitere menschliche Tragödie von Iranern im Irak ab. Alle, die sich den Menschrechten verpflichtet haben, stehen in der Verantwortung für diese Menschen."

Weiterhin schwere inhumane Belagerung von Camp Liberty

Weiterhin schwere inhumane Belagerung von Camp Liberty

10 Wochen sind mittlerweile seit dem Umzug der ersten Gruppe von Bewohnern aus Ashraf nach Camp Liberty vergangen und eine grausame und inhumane Belagerung, die vor zweieinhalb Jahren in Camp...

Mitnahme von Passagier- und Servicewagen, Reparaturgeräten und anderen wichtigen Dingen bei Umzug nach Camp Liberty verweigert

Mitnahme von Passagier- und Servicewagen, Reparaturgeräten und anderen wichtigen Dingen bei Umzug nach Camp Liberty verweigert

Die vierte Gruppe von Bewohnern aus Ashraf kam am Montag nachmittag nach inhumanen und schweren Einschränkungen der irakischen Regierung in Camp Liberty an. Die Inspektion der Menschen, die in die...

Gefährliche Schlange in Wohnanlage von Camp Liberty

Gefährliche Schlange in Wohnanlage von Camp Liberty

Am Nachmittag des 8. April fanden Bewohner von Liberty eine mehr als zweieinhalb Meter große und gefährliche Schlange in einer der Wohnanlagen in Sektion 2 (siehe Foto). Die Schlange konnte anscheinend...

Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche von Irland unterstützt die Menschen in Ashraf und Camp Liberty

Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche von Irland unterstützt die   Menschen in Ashraf und Camp Liberty

Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche von Irland rief die UNO, die USA und die EU auf, die Verantwortung für den Schutz der Asylsuchenden zu übernehmen. Alan HarperDas Oberhaupt der Anglikanischen Kirche...

Camp Liberty: Ziel eines Mörserangriffes des klerikalen Regimes

Gegen 9:30 Uhr am 28. März war das Geräusch einer Mörsergranate über Camp Liberty zu hören, was zu Sorge und Unruhe unter den Bewohnern führte. Die Granate landete 1000 Meter...

Internationale Konferenz in Paris

Internationale Konferenz in Paris

Auf einer Konferenz, dass zeitgleich mit dem neuen iranischem Jahr stattfand, fordern Prominente Politiker aus Amerika und Europa die UN, USA und EU zu sofortigem Handeln für den Schutz und...

URGENT ACTION - Unmittelbar drohende hinrichtung

URGENT ACTION - Unmittelbar drohende hinrichtung

Amnesty International hat am 23. März eine Eilaktion gestartet, um die Hinrichtung des iranischen Lehrers Abdolreza Ghanbari zu verhindern. Das Gnadengesuch des politischen Gefangenen wurde Ende Februar von der Teheraner...

Buch: Menschenrechte der Frauen im Iran …

10-03-2012 Hits:709 Human rights book vhdz - avatar vhdz

Buch: Menschenrechte der Frauen im Iran - 2012

Buch: Menschenrechte der Frauen im Iran - 2012

Read more