Angriff auf die Exiliraner in Ashraf-8 April 2012

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Ashraf: Bei Ubergriffen irakischer Truppen sind wieder 29 Exiliraner verletzt

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Sonntag, Mai 20, 2012

Iran trauert um Amir Javadifar

Am 10. Juli 2009 dachte Amirs Familie, er würde angesichts seines Gesundheitszustandes nicht noch einmal verhaftet werden.

Am 9. Juli 2009 war Amir von 8 bis 12 Personen heftig geschlagen worden. Danach wurde er verhaftet.

Am 9. Juli 2009 um 9 Uhr rief ein Agent die Familie von Amirs Mobiltelefon aus an und forderte sie auf, ins Krankenhaus Firoozgar zu fahren.

Die ersten veröffentlichten Fotos von Amir wurden in dieser Nacht im Firoozgar-Krankenhaus aufgenommen.

 

Die Krankenhäuser waren angewiesen, verletzte Demonstranten nicht aufzunehmen. Amir war verletzt, aber er schwebte nicht in Lebensgefahr.

Er wurde ins Laleh-Krankenhaus verlegt, wo seine Verletzungen behandelt wurden. Ein Agent des Regimes setzte durch, dass er das Krankenhaus verließ.

Amir: „Ich wollte nur friedlich demonstrieren. Ich war nicht bewaffnet. Ich habe niemanden beleidigt. Ich habe nur schweigend dagestanden.

Amir: „Ich habe nichts getan, wovor man sich fürchten muss. Ich werde (freiwillig zur Polizei) gehen und zurückkommen.“

Amirs Bruder: „Brauchst du einen Rollstuhl?“ Amir: „Nein, ich kann stehen. Liebhaber sterben im Stehen.“

Nach Verlassen des Krankenhauses brachte die Familie Amir zur Präventionspolizei am Enghelab-Platz. Dort wurde er abrupt von seiner Familie getrennt.

Seine Familie musste die Polizeistation verlassen, ohne sich von Amir verabschieden oder letzte Worte mit ihm wechseln zu können.

Wenige Stunden später kehrte sein Bruder zur Polizeistation zurück. Ihm wurde mitgeteilt, dass drei Busse die Station verlassen hatten, einer davon war nach Evin gefahren, die anderen beiden nach Kahrizak. Es war der 10. Juli, 20:00 Uhr.Am folgenden Tag wurde den Familien der am 9. Juli Verhafteten mitgeteilt, sie sollten „10 Tage warten“.

Am 14. Juli 2009 traf ein Bus mit 130 Gefangenen aus Kahrizak in Evin ein. Ein Agent verlas die Namen. Amir war nicht dabei.Amirs Familie kam jeden Tag mit einem Foto von Amir nach Evin. Keiner der freigelassenen Gefangenen erkannte ihn.Am 25. Juli erfuhr die Familie, dass Amir getötet worden war. Er starb am 14. Juli, nach vier Tagen im Gefängnis Kahrizak, während eines Transports mit dem Bus.

Schließlich erkannte einer der aus Kahrizak freigelassenen Gefangenen am 24. Juli Amir auf dem Foto und informierte die Familie, dass Amir tot ist.Am 25. Juli wurde die Familie aufgefordert, zur „rechtsmedizinischen Abteilung“ von Kahrizak zu kommen, um die Leiche zu identifizieren. Es war Amirs Bruder, der ihn identifizierte.Seine Familie durfte den Leichnam nicht sehen. Stattdessen erhielten sie drei Fotos. An Amirs Leiche wurde eine Autopsie vorgenommen.Andere Gefangene aus Kahrizak erzählten, dass Amir an seinem letzten Tag wegen Augenverletzungen und Infektionen nichts mehr hatte sehen können.

Am letzten Tag soll Amir laut seine verstorbene Mutter angerufen haben: „Mutter, gib mir meine Augen zurück!“

Zwei Tage nach der Identifizierung wurde seine Leiche seiner Familie übergeben. Die Familie füllte ein Formular aus. In einem Feld hieß es: „Haben Sie vor, jemanden zu verklagen?“. Sie ließen das Feld leer.

Amirs Bruder: „Amir war ein Künstler. Sein Blick auf die Welt war der Blick eines Künstlers. Er liebte Gedichte, Filme und Bücher, und er war sozial engagiert. Wenn er auf die Straße ging, war er aufmerksam. Er nahm an friedlichen Demonstrationen teil und glaubte (an das, was er tat).

Sein Bruder erinnert sich, wie Amir von der „großen Schweigedemonstration“ am 15. Juni 2009 zurückkam.

Amir: „Es war wunderbar. Heute war einer der besten Tage meines Lebens. Wir haben gesagt, dass wir still bleiben und schweigen müssen.“

Amirs Bruder: „(An diesem Tag) waren Amirs Augen vollkommen friedlich. Er glaubte nicht an Gewalt.“

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