
Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

"Der unmenschliche Druck, der von der irakischen Regierung auf die Menschen in Ashraf und Camp Liberty ausgeübt wird, ist inakzeptabel." In einer schriftlichen Erklärung haben 32 Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des...

Eine Spezialeinheit mit bewaffneten Fahrzeugen und schweren Maschinengewehren wurde seit heute morgen 6:30 Uhr am Freitag, den 20. April nach Camp Liberty verlegt. Die Einheit ist auf allen vier Ecken...

Am Vormittag des 8. April ist es erneut zu gewaltsamen Ubergriffen irakischer Truppen auf die iranischen Oppositionellen gekommen, die in Ashraf im Irak leben. Die Sondereinsatztruppe SWAT prügelten mit Holz-...
Berlin (KNA)
Sicherheits- und Europapolitiker haben die Bundesregierung aufgefordert, iranische Oppositionelle aus dem irakischen "Camp Ashraf" in Deutschland aufzunehmen. Der ehemalige EU-Kommissar, Günter Verheugen (SPD) sagte am Donnerstag in Berlin, Deutschland müsse ein "entsprechendes Kontingent von etwa 500 Flüchtlingen" aufnehmen. Nach seinen Informationen beginne derzeit eine Umsiedlung der iranischen Regierungsgegner durch die irakische Polizei. Aufgrund bereits bekannter Übergriffe durch irakische Sicherheitskräfte warnte Verheugen vor erneuten Menschenrechtsverletzungen.
Die ehemalige Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth (CDU) unterstützte diese Forderung. Nach Meinung der Politikerin übt die iranische Regierung derzeit "enormen Druck" auf den Irak aus, die dortigen rund 3.600 Flüchtlinge "verschwinden zu lassen". Ohne die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft bestehe die Gefahr, dass die Übergriffe zunähmen. Die einzig sichere Lösung sehe sie in der Aufnahme der Camp-Bewohner durch andere Länder.
Der Sicherheitsexperte Horst Teltschik (CDU) warnte vor einer "humanitären Katastrophe". Die derzeitige Chance für die Camp-Bewohner bestehe nur darin, dass das UN-Hilfswerk (UNHCR) sie als Flüchtlinge anerkennt. Selbst die Aufnahme aller Flüchtlinge wäre nach seiner Meinung kein Problem für Deutschland. Ebenso stellten die Oppositionellen keine terroristische Gefahr dar.
Das Camp Ashraf liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Dort leben seit 1980 Widerstandskämpfer aus dem Iran. Bis zum Beginn des Abzugs der amerikanischen Truppen standen die Camp-Bewohner unter deren Schutz. Die irakische Regierung versucht nach Ansicht der Experten nun, die Flüchtlinge in den Iran abzuschieben, um das politische Verhältnis zum Nachbarland zu verbessern. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch gehen davon aus, dass den Oppositionellen in ihrem Heimatland die Todesstrafe droht.
Katholischen Nachrichten-Agentur