
Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

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Dreimal hat Yousef Nadarkhani an seinem Glauben festgehalten. Nun hat ein Gericht ihn letztinstanzlich zum Tode verurteilt. Der einstige Muslim soll wegen Apostasie ("Abfalls vom Glauben") hingerichtet werden.
Der evangelische Pastor, Yousef Nadarkhani, sollte sich vom Christentum lossagen. Doch er antwortete: "Ich bin unbeirrbar in meinem Glauben und dem Christentum, ich habe nicht den Wunsch, meinem Glauben abzuschwören." So zitiert die "Times" den Mittdreißigerki.
Im Prozess am 21. und 22. September 2010 wurde Youcef Nadarkhani zum Tode verurteilt, das schriftliche Urteil wurde am 13. November 2010 vom Revolutionsgericht ausgestellt. Der Pastor wurde zum Tode durch den Strang wegen des "Verbrechens der Apostasie" verurteilt. Seitdem befindet er sich in einem Gefängnis der Geheimpolizei in Lakan. Der Kontakt zu seinem Anwalt und zu seiner Familie wird ihm verwehrt.
Nadarkhani, der zweifache Vater, ist Mitglied der protestantischen Kirche Irans. Im Alter von 19 Jahren war er vom Islam zum Christentum konvertiert. Später wurde Nadarkhani Pastor, hielt Gottesdienste in privaten Hauskirchen in Rascht ab.
Indes erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, Iran habe sich völkerrechtlich verpflichtet, religiöse Minderheiten zu achten. Der britische Außenminister William Hague forderte Teheran ebenfalls auf, das Urteil aufzuheben.
Auch der Erzbischof von Canterbury, das Oberhaupt der englischen Kirche, Rowan Williams, brach sein Schweigen. Er äußerte seine "tiefe Sorge" angesichts des Todesurteils und der Verfolgung der religiösen Minderheiten in Iran. Hinter den Kulissen versuchen Vertreter der Kirche zu verhandeln, um das Leben des iranischen Pastors zu retten.
Nadarkhanis Anwalt äußerte am Donnerstag die Hoffnung, dass sein Mandant womöglich bald frei kommen könnte. Er erwarte eine Entscheidung des Gerichts bis Ende kommender Woche. Zuvor hatte ein Berufungsgericht die Ehefrau des Pastors freigesprochen. Sie war ursprünglich zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Quelle: heb/dpa/AFP/AP