
Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

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Am Vormittag des 8. April ist es erneut zu gewaltsamen Ubergriffen irakischer Truppen auf die iranischen Oppositionellen gekommen, die in Ashraf im Irak leben. Die Sondereinsatztruppe SWAT prügelten mit Holz-...
Das iranische Regime hat seit Anfang des Jahres vermehrt Massenhinrichtungen durchgeführt. In der Nähe von Teheran wurden gestern 10 Personen hingerichtet.
Zu einer Zeit, in der sich die ökonomische und soziale Krise weiter zuspitzt, steigt ebenfalls die Anzahl der durchgeführten Hinrichtungen rapide an. Laut Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurde am Morgen des 19.Januar, im Gohardasht-Gefängnis in Karaj, westlich von Teheran, 10 Menschen als Drogenschmuggler durch Erhängen hingerichtet. Angaben zu den hingerichteten Personen wurden nicht gemacht.
Damit sind seit Jahresbeginn über 60 Personen hingerichtet und zählt man die Weihnachtszeit dazu, so sind es 87 Personen, die durch die Diktatur im Iran offiziell ermordet wurden. Unter ihnen befinden sich auch zahlreiche politische Gefangene.
Der Iran gehört zusammen mit China, Saudi Arabien und den USA zu den Ländern, in denen weltweit die meisten Hinrichtungen durchgeführt werden. Die Hinrichtungen haben besonders seit dem Aufstand 2009 stark angenommen, weil das Regime immer weiter die Kontrolle über die Bevölkerung verliert und dessen üblichen Unterdrückungsmethoden keine Abschreckungspotenzial mehr haben.
Die Gesetzgebung des klerikalen Regimes sieht bei Mord, Vergewaltigung, bewaffneten Raubüberfall, Drogenhandel und Ehebruch die Todesstrafe vor. Jedoch verwendet die fundamentalistische Diktatur die Todesstrafen oftmals als Instrument, um gesellschaftliche Proteste zu unterdrücken, Rache an der Opposition zu nehmen und Dissidenten zu beseitigen. Die meisten Gefangenen werden in wenige Minuten andauernde Prozesse, meist ohne Anwesenheit eines Rechtsbeistandes, zum Tode verurteilt.
Hintergrundinfo:
Durch Schauprozesse im Staatsfernsehen, Zwangsgeständnisse und Massenhinrichtungen versucht das Regime Macht und Stärke in der Bevölkerung und seine Rechtmäßigkeit zu verdeutlichen. Die meisten Angeklagten werden mit falschen Beschuldigungen wie Drogendelikte, Mord und Ehebruch, zum Tode verurteilt oder aber als Moharebeh, falls Sie sich dem System widersetzen.
Da das Regime auch geheim Hinrichtungen durchführt oder öffentliche Hinrichtungen in den frühen Morgenstunden durchführt, bleiben sehr viele Schicksale unbekannt. Die Dunkelziffer der Hingerichteten wird zum Teil um das zehnfache geschätzt.
Quelle: isku/sarsura/intv/iz