
Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

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Am Vormittag des 8. April ist es erneut zu gewaltsamen Ubergriffen irakischer Truppen auf die iranischen Oppositionellen gekommen, die in Ashraf im Irak leben. Die Sondereinsatztruppe SWAT prügelten mit Holz-...
Politische Inhaftierungen und Todesurteile gegen Minderjährige: Ein UN-Bericht nennt heftige Missstände in Iran. Derweil erwägt der religiöse Führer einen Systemwechsel.
In den vergangenen zwei Jahren sind in Iran mehrere Hundert Menschen aus politischen Gründen inhaftiert worden. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, für den die Zeit seit der Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad 2009 untersucht wurde.
Unter den Festgenommenen seien Oppositionelle, Journalisten, Studenten, Regisseure und Anwälte, heißt es in dem Bericht, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt und am Mittwoch der UN-Generalversammlung vorgelegt werden soll. Selbst wenn immer wieder einzelne Gefangene freigelassen würden, seien derzeit noch immer rund 500 in Haft.
Über 100 Todesurteile gegen Minderjährige
Die Autoren kritisieren zudem "systematische" Menschenrechtsverletzungen im Land und eine "dramatische Zunahme der Hinrichtungen". Nirgends außer in China werde die Todesstrafe häufiger vollstreckt, erklärte der UN-Beauftragte Ahmed Shaheed. Im Jahr 2011 seien bereits mehr als 200 Hinrichtungen offiziell mitgeteilt worden, darüber hinaus habe es im Gefängnis von Mesched mindestens 146 weitere gegeben. Von den zum Tode Verurteilten seien mehr als 100 noch nicht 18 Jahre alt.
Zahl und Gründe der Hinrichtungen versucht die Führung des Landes geheim zu halten. Im UN-Menschenrechtsrat in Genf wurde Iran erst am Montag kritisiert, weil er die Herausgabe von Daten zu Menschenrechtsfragen und zur Todesstrafe verweigere. Die französische Delegierte Christine Chanet verlangte von der Regierung des Landes Auskunft darüber, wie viele Todesurteile tatsächlich ausgesprochen worden seien und mit welchen Begründungen. Es gebe Hinweise, dass auch Menschen für ihre Homosexualität oder Religion hingerichtet worden seien.
Quelle: zeit