
Agenturen – 28. April 2012 – Die Polizei von Teheran hat einen neuen Versuch der Maßregelung von Frauen unternommen, welch die vorgeschriebenen Kopftücher unvorschriftsmäßig in „vulgärer“ Art und Weise tragen,...

"Der unmenschliche Druck, der von der irakischen Regierung auf die Menschen in Ashraf und Camp Liberty ausgeübt wird, ist inakzeptabel." In einer schriftlichen Erklärung haben 32 Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des...

Eine Spezialeinheit mit bewaffneten Fahrzeugen und schweren Maschinengewehren wurde seit heute morgen 6:30 Uhr am Freitag, den 20. April nach Camp Liberty verlegt. Die Einheit ist auf allen vier Ecken...

Am Vormittag des 8. April ist es erneut zu gewaltsamen Ubergriffen irakischer Truppen auf die iranischen Oppositionellen gekommen, die in Ashraf im Irak leben. Die Sondereinsatztruppe SWAT prügelten mit Holz-...
Mahin Saremi
Liebe Mitmenschen! Ich richte diesen Hilfsappell an Sie, weil mehr als 3000 Menschen in Ashraf in großer Gefahr sind, von irakischen Truppen emordet zu werden. Unter ihnen ist auch mein Sohn Akbar. Unsere Familie wurde im Iran jahrelang verfolgt, weil wir beharrliche Gegner der fundamentalistischen Diktatur sind und uns für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Mein Mann, der bekannte politische Gefangene Ali Saremi, wurde am 28.
Dezember 2010 im Teheraner Evin‐Gefängnis hingerichtet. Amnesty International hatte sich vergeblich für ihn eingesetzt. In den Jahren davor wurde mein Mann immer wieder verhaftet, weil er Freiheit und Demokratie für unser Land forderte. Insgesamt war er 24 Jahre lang in politischer Haft. Vor seine Hinrichtung durfte ich noch nicht einmal Abschied von ihm nehmen. Danach wurde auch ich verhaftet und wegen meiner Teilnahme an den Massendemonstrationen gegen die Diktatur zu 10 Jahren Haft verurteilt. Nur dank der Hilfe von internationalen Meschenrechtsorganisationen kam ich aus dem Gefängnis frei und konnte dann aus dem Iran nach Europa entkommen. Dafür werde ich immer dankbar sein. Mein Sohn Akbar hat schon vor einiger Zeit Zuflucht in Ashraf gefunden. Im April 2011 musste er dort ein Massaker miterleben. Viele seiner jungen Freunde wurden von irakischen Militärs ermordet oder schwer verletzt. Ich fürchte um das Leben meines Sohnes und der anderen Menschen in Ashraf.
Mahin Saremi mit ihrem Sohn Akbar und ihrem Mann Ali Saremi (rects im Bild), de rim Dezember 2010 im Tehraner Evin-Gefängnis hingerichtet wurde. Mahin Saremi fürchtet um das Leben ihres Sohnes, der in Ashraf in Gefahr ist, Opfer eines Massakers zu werden.
Das Regime im Iran und seine Verbündeten im Irak wollen alle iranischen Oppositionellen mit Gewalt aus Ashraf vertreiben und in den Iran deportieren. Dort droht ihnen dasselbe Schicksal, das mein Mann erleiden musste: grausame Folter und Hinrichtung. Akbar schreibt mir, dass die Menschen in Ashraf immer noch zuversichtlich sind, dass sich alles zum Guten wendet, weil sie von so vielen Menschen auf der ganzen Welt Solidarität und Unterstützung erfahren. Aber die Lage ist ernst. Ich weiß, dass mein Sohn und die anderen Bewohner von Ashraf in Lebensgefahr sind. Ihnen droht wieder ein Massaker. Als Mutter und als ehemalige politische Gefangene bitte ich um Ihre Hilfe! Ashraf braucht Hilfe! Ashraf braucht Schutz! Wir müssen uns alle zusammen dafür einsetzen, dass das Recht der Flüchtlinge in Ashraf auf Schutz und Sicherheit durchgesetzt wird. Bitte helfen Sie mit! Nur wenn wir alle zusammen stehen, können wir weiteres Blutvergießen unter den schutzlosen Menschen in Ashraf verhindern!
Mahin Saremi, im Januar 2012