Menschenrechtsverletzung

Inhaftierter Filmregisseur Panahi wird möglicherweise bald freigelassen

20.Mai.2010 - Die iranischen Justizbehörden haben eine „Tendenz“ zur Freilassung des iranischen Filmemachers Jafar Panahi signalisiert. Dies teilt seine Verteidigerin Farideh Gheyrat mit.

Wie Gheyrat Radio Zamaaneh gegenüber angab, wurde Panahis Akte noch nicht an das Gericht übermittelt, die Anklagen gegen ihn stehen noch nicht endgültig fest. Sie äußerte sich optimistisch über seine mögliche Freilassung in der kommenden Woche und sagte, sein Fall werde nach der Freilassung weiter bearbeitet werden.

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Appell von Amnesty International: „Schluß mit den Steinigungen im Iran!“

06 May 2010  - Am 30.April 2010 startete Amnesty International (AI) einen Aufruf zur Beendigung der Steinigungen als Mittel der Hinrichtung im Iran. In der Erklärung heißt es, dass AI mindestens 11 Personen kennt, die aktuell vor einer möglichen Hinrichtung durch Steinigung stehen.

„Die iranischen Behörden fahren damit fort, Menschen zum Tod durch Steinigung zu verurteilen. Aktuell stehen mindestens 11 Personen vor einer Hinrichtung durch Steinigung gemäß des iranischen Strafenkataloges, der Steinigungen bei „Fremdgehen in der Ehe“ vorschreibt, sagte AI in dem Statement und fährt fort:

 

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Internationaler Aufruf zum Schutz des Lebens eines politischen Gefangenen vor der Todesstrafe

06 May 2010  - Der Gesundheitszustand von Mohammad Hadj-Agha'i (62), einem verheirateten politischen Gefangenen, hat sich verschlechtert. Er wurde am 18. September während der Aufstände in Teheran verhaftet und später als Mohareb (Feind Gottes) zum Tode verurteilt.

Er verbrachte sieben Jahre in den 80er Jahren für die Unterstützung der Oposition im Gefängnis. Er steht nun wegen der gleichen Anklage vor seiner Hinrichtung. Seine Verurteilung wurde unter Mißachtung der eigenen Regeln des Regimes durchgeführt, es gab keinen Prozeß vor einem höheren Gericht. Das Regime händigte keine Kopie des Falls an seinen Anwalt aus.

Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten nach Folterungen und Druck auf ihn durch das Regime zum Erzwingen eines Geständnisses verschlechtert. Die Behörden gewähren ihm keine medizinische Behandlung.

Iran: Vier Gefangene in Kerman, Behbahan und Shadgan gehängt

19 April 2010  - In den letzten 10 Tagen wurden mindestens 19 Menschen hingerichtet

Das iranische Regime hängte am 17. April zwei Gefangene in der südiranischen Stadt Kerman. Die Männer mit den Namen Feizollah und Nazar gehören dem Barahouiee Stamm an und kamen aus Zahedan, der Provinzhauptstadt von Sistan und Beluchistan. Die Mullahs haben Angst vor Ausschreitungen und dem verbreiteten Haß der Menschen auf das Regime in Sistan und Beluchistan und hängten die Gefangenen in Gefängnissen außerhalb der Provinz.

Am 8. April wurden zwei Gefangene in den südiranischen Städten Bahbahan und Shadgan gehängt. Die Hinrichtungen fanden trotz Proteste der Bewohner öffentlich statt.

Iranischer Regisseur Panahi wegen regierungskritischen Films in Haft

Der Standart Online, 14 April 2010 -  Der iranische Regisseur Dschafar Panahi ist festgenommen worden. Kulturminister Mohammad Hosseini erklärte, nach ihm vorliegenden Informationen habe Panahi die Ereignisse nach der Wiederwahl von Staatpräsident Mahmud Ahmadinedschad verfilmen wollen. Das Ergebnis der Abstimmung hatte für Massenproteste im Iran gesorgt. Panahis Ehefrau allerdings bestritt, ihr Mann arbeite an einem solchen Filmprojekt. Der 49-Jährige zählt zu den bekanntesten Filmemachern aus dem Iran. Er erhielt Preise bei der Berlinale und den Filmfestivals von Venedig und Cannes. Wegen Unterstützung der Opposition durfte er den Iran schon seit Monaten nicht mehr verlassen.

Iran: Barbarische Amputationen gehen weiter

Vhz e.V. 14 April 2010 – Arm und Bein eines Gefangenen wurden in der südiranischen Stadt Mashahr an einem Mann durchgeführt, der des Raubes angeklagt war, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Fars am 12. April.Der Generalstaatsanwalt von Mahshahr wurde mit den Worten zititert, dass der Mann verhaftet, verurteilt und dann sein Arm und Bein amputiert wurde. Die Strafe wurde im Gefängnis ausgeführt.

Der Bericht gab keinen Namen an, sondern sagte nur, ein sei der Komplize eines Gefangenen, der in einem anderen Gefängnis hingerichtet wurde.