Menschenrechtsverletzung

Erfolgreiche Menschenrechtsarbeit: Freilassung von Pastor Youcef Nadarkhani im Iran erreicht

"Ich danke allen, die mich im Gebet unterstützt haben", sagte Nadarkhani unmittelbar nach seiner Freilassung. Die weltweite Aufmerksamkeit hat entscheidend dazu beigetragen, das Leben des Pastors zu retten.

Nadarkhani-Freilassung

Freilassung nach drei Jahren Haft: Vor dem Gef?ngnis der nordiranischen Rasht wurde Pastor Youcef Nadarkhani von seiner Frau, seinen beiden S?hnen, weiteren Angeh?rigen und Freunden begrü?t.

Der im Iran wegen Ubertritt zum christlichen Glauben zum Tode verurteilte Pastor Youcef Nadarkhani ist frei. Nach fast drei Jahren Haft wurde das Todesurteil am 8. September aufgehoben. Der Pastor wurde aus dem Gef?ngnis entlassen. Politiker, Kirchenvertreter und Menschenrechtler auf der ganzen Welt hatten sich in den vergangenen Jahren für die Freilassung des Familienvaters eingesetzt.

"Ich danke allen, die mich im Gebet unterstützt haben", sagte Nadarkhani unmittelbar nach seiner Freilassung. Menschenrechtler und christliche Organisationen auf der ganzen Welt brachten ihre Freude über die Freilassung zum Ausdruck. Nur durch den internationalen Druck konnte die Todesstrafe abgewendet werden. Die weltweite Aufmerksamkeit hat entscheidend dazu beigetragen, das Leben des Pastors zu retten.

Welttag gegen die Todesstrafe 2012

 

Weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert: "Die Europäische Union ist in allen Fällen und unter allen Umständen gegen die Verhängung der Todesstrafe. Ihre weltweite Abschaffung ist eines der wichtigsten Ziele der EU-Menschenrechtspolitik."

Anlässlich des Welttages gegen die Todesstrafe, der alljährlich am 10. Oktober begangen wird, hat die Europäische Union erneut die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert. In einer Erklärung der EU heißt es dazu u.a.:

Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission: „Die Todesstrafe ist eine grausame, unmenschliche und nicht rückgängig zu machende Maßnahme, die gegen das Grundrecht des Menschen auf Leben und Würde verstößt. Im Falle von Justizirrtum – gegen den kein Rechtssystem gefeit ist – hat sie einen unumkehrbaren Verlust von Menschenleben zur Folge, der entsetzlich ist. Die Todesstrafe kann das zu bestrafende Verbrechen weder rückgängig machen noch den Tod eines Opfers sühnen. Sie sollte endgültig der Vergangenheit angehören.“

Die Europäische Union bekräftigt regelmäßig ihre Ablehnung der Todesstrafe und setzt die zahlreichen ihr zur Verfügung stehenden Instrumente der Diplomatie wie Erklärungen, Demarchen und Menschenrechtsdialoge mit ihren Partnern ein, um die weltweite Abschaffung voranzubringen. Die Bewegung für die Abschaffung hat höchste Priorität im jüngst angenommenen Strategischen Rahmen der EU für Menschenrechte und Demokratie sowie im Rahmen des Europäischen Instruments für Demokratie und Menschenrechte.

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle und seine Kollegen aus Frankreich, Italien, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz forderten am 10. Oktober die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. "Wir wollen uns gemeinsam und mit Entschlossenheit und Durchhaltewillen einsetzen, damit die Zahl der Hinrichtungen weiter zurückgeht (...) bis diese unmenschliche Strafe ganz verschwindet", schreiben sie in einem gemeinsamen Artikel in der "Frankfurter Rundschau".

In 58 Ländern der Welt werden nach Angaben von Amnesty International noch Todesurteile vollstreckt, die meisten in Iran, Irak, den USA, Saudi-Arabien und Jemen. Die Zahl der Staaten hat in den vergangenen zehn Jahren abgenommen, 17 haben die Todesstrafe abgeschafft.

Menschenrechtsverletzungen: EU beschließt Sanktionen gegen Iran

Die EU-Außenminister haben am 23. März in Brüssel die Strafmaßnahmen gegen den Iran verschärft. Mit den Sanktionen reagiert die EU auf anhaltende Menschenrechtsverletzungen in dem Land.

Die Minister verhängten Einreiseverbote gegen 17 Iraner, die eine führende Rolle beim gewaltsamen Vorgehen des Regimes gegen Oppositionelle gespielt haben. Außerdem billigten sie die Ausführungsvorschriften für das neue Ölembargo gegen den Iran. Mit diesem Embargo will die EU die Finanzierung des iranischen Atomprogramms erschweren.

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