Menschenrechtsverletzung

Bahai-Haft-Iran

Die Verfolgung der Bahá’i und anderer religiöser Minderheiten im Iran verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit. Die Bahá’i sind regelmäßig Opfer gezielter Repressionen.

Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Behrouz Tavakkoli, Vahid Tizfahm und Mahvash Sabet, Führungsmitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahá’i, sind seit fünf Jahren im Iran in Haft.

Anlässlich des bevorstehenden fünften Jahrestages der Inhaftierung der sieben Führungsmitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahá’i im Iran hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, am 10. Mai die Freilassung der sieben Bahá’i und aller anderen aufgrund ihrer religiösen Gesinnung Inhaftierten gefordert. Dem aktuellen Bericht des UN-Sonderbeauftragten zur Lage der Menschenrechte in Iran, Dr. Ahmed Shaheed, zufolge, befinden sich derzeit über 100 Bahá’i im Iran in Haft.

In der Erklärung des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung heißt es u.a.:

„Seit fünf Jahren sitzt die Führung der iranischen Bahá’i - Gemeinde jetzt im Gefängnis. Sie wurde in einem intransparenten Gerichtsverfahren unter Missachtung grundlegender rechtsstaatlicher Regeln zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt.

Ich fordere die iranische Justiz auf, die unrechtmäßigen Urteile sofort aufzuheben. Die sieben Bahá’i und alle anderen aufgrund ihrer religiösen Gesinnung Inhaftierten müssen unverzüglich freigelassen werden.

Die Verfolgung der Bahá’i und anderer religiöser Minderheiten verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit. Iran hat sich zu dessen Einhaltung mit der Unterzeichnung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte verpflichtet. Daran muss sich der Iran nun auch halten.“