Hinrichtungen

Iran: 17 Hinrichtungen in einer Woche vollstreckt

Vhz e.V., 16. April.2010 - Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurden

am 14. April in der nordiranischen Stadt Babolsar drei Strafgefangene öffentlich durch denStrang hingerichtet. Die Hinrichtung der drei Männer im Alter von 24 bis 30 Jahren fand in den

Morgenstunden auf dem Imam-Ali-Platz von Babolsar statt.

Damit erhöhte sich die Zahl der innerhalb einer Woche im Iran vollstreckten Hinrichtungen auf17, sechs davon waren öffentlich. Am 13. April war in der südwestiranischen Stadt Mahshahrein Mann öffentlich gehängt worden. Der Generalstaatsanwalt von Mahshahr wurde mit den

Worten zitiert, dass ein Gefangener zur Amputation seines Arms und eines Beines verurteilt

wurde und dass die Strafe im Gefängnis vollzogen wurde. Er wurde eines bewaffneten Raubüberfalls beschuldigt.Die staatliche iranische Tageszeitung Keyhan berichtete am 13. April von der Hinrichtung zweier Männer auf öffentlichenPlätzen der Städte Behbehan und Shadegan und berief sich dabei auf Angaben der Staatsanwaltschaft der Provinz.Mehrere politische Gefangene wurden wegen ihrer Beteiligung an den Protesten gegen das Regime bereits zum Tode

verurteilt.

Iran: Barbarische Amputationen gehen weiter

 

Vhz e.V. 14 April 2010 – Arm und Bein eines Gefangenen wurden in der südiranischen Stadt Mashahr an einem Mann durchgeführt, der des Raubes angeklagt war, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Fars am 12. April.

Der Generalstaatsanwalt von Mahshahr wurde mit den Worten zititert, dass der Mann verhaftet, verurteilt und dann sein Arm und Bein amputiert wurde. Die Strafe wurde im Gefängnis ausgeführt.

Der Bericht gab keinen Namen an, sondern sagte nur, ein sei der Komplize eines Gefangenen, der in einem anderen Gefängnis hingerichtet wurde.

 

AI: Hinrichtungen im Iran senden eine abschreckende Nachricht

31. März 2010

AMNESTY INTERNATIONAL
29. März 2010

Die letzten Ereignisse im Iran haben die Sorge steigen lassen, dass die iranischen Machthaber weitere Hinrichtungen durchführen, um die politischen Unruhen zu beenden, das Volk einzuschüchtern und ein Signal an die Dissidenten zu schicken, dass sie nicht toleriert werden.

Es gab einen spürbaren Anstieg der Hinrichtungen nach den Massenprotesten nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr. Obwohl viele Hinrichtungen aus kriminellen Anlässen statt fanden, die vor den Unruhen waren, senden sie eine abschreckende Nachricht an diejenigen, die sich an Protesten beteiligen.

112 Menschen wurden in den acht Wochen nach der Wahl im Juni und der Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad Anfang August hingerichtet, fast ein Drittel aller Hinrichtungen im gesamten Jahr.

Im Jahre 2009 wurden mindestens 388 Menschen im Iran hingerichtet – die größte Anzahl, die Amnesty International (AI) in den letzten Jahren erreichte. Personen, die mit den Menschenrechtsorganisationen, darunter auch AI, zusammenarbeiten, denken, dass sich die Anzahl der Hinrichtungen seit dem ersten Amtsantritt von Mahmoud Ahmadinejad vor fünf Jahren vervierfacht hat. Viele dieser Hinrichtungen wurden ohne faire Prozesse ausgeführt.

„Der Anstieg der Hinrichtungen im Iran zu einer Zeit, wo es die stärksten Unruhen seit der islamischen Revolution im Jahre 1979 gibt, zusammen mit einer Vielzahl von Aussagen offizieller Stellen, die Demonstranten mit Hinrichtungen drohen, zeigen, dass die iranischen Machthaber die Todesstrafe als Mittel benutzen, um die Opposition auszuschalten und Dissidenten verstummen zu lassen.“, sagte Hassiba Hadj Saharoui, der stellvertretende internationale Direktor von AI von den mittleren Osten und Nord Afrika.

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Zahl der Hinrichtungen in weniger als einem Jahr über 400 angestiegen

04. März 2010

Das Regime der Kleriker gab am Samstag, den 27. Februar 2010 die Hinrichtung von acht Häftlingen bekannt. Die Hinrichtungen sollen das Land vor den am 16. März - dem jährlichen traditionellen persischen Feuerfestival - geplanten Massenprotesten weiter einschüchtern. Wie aus Berichten der staatlichen Medien am 27. Februar hervorgeht, wurden Rouhollah Kh., Saeed M., Shokrollah N., Fereydom N. und Zabihollah Kh. in Kerman, im Südosten Irans gehängt. Drei weitere Männer wurden für den angeblichen Mord an einem Polizisten in Birjand gehängt.

Insgesamt hat die Zahl der Hinrichtungen seit Beginn des gegenwärtigen iranischen Jahres (Beginn am 21. März 2009) nach Berichten staatlicher Medien die Zahl 440 überschritten. Die tatsächliche Zahl der Hinrichtungen ist viel höher, weil in die offizielle Zahl keine geheim gehaltenen Hinrichtungen oder Morde auf den Straßen durch Sicherheitskräfte einfließen und die Medien nicht über alle Hinrichtungen berichten. In der Vergangenheit hat das Regime der Kleriker viele politischen Gefangene als gemeine Kriminelle und Drogenhändler hinrichten lassen.


 

 

Drei Gefangene in Varamin gehängt

05. Januar 2010 

Laut der staatliche Nachrichtenagentur Fars, haben die Henker des iranischen Regimes am Montag drei Männer im Khorin Gefängnis der Stadt Varamin, gehängt. 

Laut Bericht bezeichnete ein Mitarbeiter des Staatsanwaltsbüros in Teheran die Opfer als Alireza, Amir und Dowlatkhan.