Hinrichtungen

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Amnesty International: "Die erneute Hinrichtung eines Mannes, der zwölf Minuten am Galgen irgendwie überlebt hat - der für tot erklärt wurde und dessen Körper seiner Familie übergeben werden sollte, ist einfach nur entsetzlich. Das lässt einen grundlegenden Mangel an Menschlichkeit erkennen, der traurigerweise einem Großteil des iranischen Justizsystems zugrunde liegt".

 

Regimeterror gegen die Bevölkerung: Seit Beginn des Jahres wurden im Iran mindestes 500 Menschen hingerichtet.

Menschenrechtsorganisationen, darunter auch Amnesty International, setzen sich dafür ein, dass die erneute Exekution eines Mannes im Iran gestoppt wird, der einen Tag nach seiner Hinrichtung in einer Leichenhalle lebend gefunden wurde.

Die Justiz des Teheraner Regimes gab bekannt, dass der Häftling, der sich zur Zeit in einem Krankenhaus befindet, erneut gehängt werden soll. Der Mann sei vom Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden und das Urteil werde auch vollstreckt, sobald das ärztliche Personal bestätigt, dass sein Gesundheitszustand ausreichend wiederhergestellt ist.

"Das entsetzliche Schicksal, das dem Mann mit einer zweiten Hinrichtung droht, nachdem er sich dieser Tortur bereits einmal unterziehen musste, unterstreicht nur noch einmal die Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Todesstrafe", so Philip Luther, Leiter der Abteilung Naher Osten und Nordafrika von Amnesty International. "Die iranischen Behörden müssen umgehend die erneute Hinrichtung von Alireza M. stoppen und ein Moratorium für alle anderen Exekutionen verhängen."