Hinrichtungen

Dass Rohani gleichzeitig mit den Gruppenhinrichtungen in der UN-Vollversammlung empfangen wird, kommt einer Verhöhnung der Menschenrechte, der Demokratie und der Gerechtigkeit in unserer Welt gleich

 

 

Im Morgengrauen des 24. September (Dienstag), des Tages, an dem Mullah Rohani vor der UN-Vollversammlung auftreten sollte, erhängte das geistliche Regime in Kerman vier Gefangene. Desgleichen wurde in einer barbarischen Handlung am Tag zuvor ein Achtzehnjähriger, der seit dem Alter von 14 Jahren gefangen gehalten wurde, in Kazeroon hingerichtet.

In den Tagen davor wurden in den Gefängnissen Zahedan, Yazd, Tonekabon und Gohardasht 23 Gefangene erhängt. Damit erreichen die nach der gefälschten Wahl vom 14. Juni registrierten Hinrichtungen die Zahl 178. Tausende Gefangene in Teheran und anderen Städten des Landes, darunter 3000 im Gefängnis Ghezel Hessar und 300 im Gefängnis Dieselabad in Kermanshah, stehen auf der Todesliste. Dass der Präsident des religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, gleichzeitig mit den Gruppenhinrichtungen in der UN-Vollversammlung willkommen geheißen wird, kommt einer Verhöhnung der Menschenrechte, der Demokratie und der Gerechtigkeit in unserer Welt gleich.

100 Tage nach der gefälschten Wahl hat der religiöse Faschismus, der den Iran beherrscht, neben der gesteigerten Zahl der Hinrichtungen seine Teilnahme am Massaker des syrischen Volkes verstärkt und forciert sein Atomprogramm. Unter diesen Umständen ist jedes Bestehen auf der Illusion, dieses mittelalterliche Regime wolle sich mäßigen, gegen Menschenrechte und Demokratie im Iran, gegen Frieden und Ruhe in der Region gerichtet. Es ist eine Verletzung der fundamentalen und universellen Werte, auf die die Vereinten Nationen gegründet sind.