Gefangene

Kamran Asa, Bruder eines getöteten Demonstranten, verhaftet

Kamran Asa, Bruder von Kianoosh Asa, einem der Todesopfer der Gewalt nach den Wahlen im vergangenen Jahr, ist letzte Nacht in der Stadt Kermanshah verhaftet worden.

Der Webseite Kalemeh zufolge wurde Kamran Asa um Mitternacht am 10. Juni von Geheimdienstagenten verhaftet, als er in seine Wohnung in der westiranischen Provinz Kermanshah zurückkehrte. Außerdem tauchten heute am frühen Morgen fünf Geheimdienstagenten in Asas Haus auf und konfiszierten seine persönlichen Besitztümer. Beim Verlassen des Hauses trafen sie auf Kamrans weinende Mutter und sagten zu ihr: „Es sind Ihre Tränen, die Kamran provozieren!“ Nach dem Grund für Kamrans Verhaftung gefragt, deuteten sie an, man wolle ihm eine Lektion erteilen.

Kamran Asas Familie macht sich Sorgen um die Situation ihres Sohnes und weiß nicht, wo er festgehalten wird. Dies ist seine zweite Inhaftierung. Er war bereits am 7. Dezember für die Dauer von zwei Monaten inhaftiert gewesen, bevor er gegen Kaution freikam.

Familie Asa ist eine von vielen Familien, die nach der gefälschten Wahl vom vergangenen Juni großes Leid erfahren haben.

Wachsende Sorge über Schicksal Azad Kamangars

Mehr als 10 Tage nach der Verhaftung einer Gruppe von Studenten an der Technischen Universität Yazdan Panaz in Sanandaj ist Familie Kamangar nach wie vor im Unklaren über die Situation von Azad Kamangar.
Azad Kamangar ist Student an der Technischen Universität Yazdan Panah und Neffe von Farzad Kamangar, dem kurdischen Lehrer und früheren Mitglied der Gruppe Human Rights Activists in Iran, dessen schockierende Hinrichtung am 9. Mai weltweit Proteste ausgelöst hatten.

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Iran: Sechs politische Gefangene in akuter Hinrichtungsgefahr

 

 

Am 15. Mai gab der Teheraner Oberstaatsanwalt bekannt, dass sechs Todesurteile, die in den vergangenen Monaten gegen politische Gefangene gefällt worden waren, von den jeweiligen Berufungsgerichten bestätigt wurden. Die Hinrichtungen können somit jederzeit vollstreckt werden.Die Gefangenen wurden wegen "Feindschaft zu Gott" - wie die Fundamentalisten den Bürgerwiderstand gegen das Regime bezeichnen - schuldig gesprochen. Fünf der Verurteilten wurde zur Last gelegt, Kontakte zu Familienangehörigen zu unterhalten, die Mitglieder der iranischen Oppositionsbewegung sind und im Lager Ashraf im Irak leben. Dort hatten die Verurteilten in den vergangenen Jahren Familienbesuche abgestattet. Die Todesurteile wurde in unfairen Prozessen gefällt, wo die Angeklagten keinen Zugang zu Anwälten ihrer Wahl hatten.

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Dankesbotschaft von Majid Tavakoli aus dem Gefängnis

In einem Telefonat, das Majid Tavakoli aus dem Gefängnis mit seiner Familie führte, berichtete er, dass es ihm körperlich allmählich besser geht und dankte er all seinen Landsleuten, vor allem den studentischen Aktivisten, und allen, die weltweit mit ihrer Unterstützung auf seine Situation in Evin aufmerksam gemacht hatten, und bat um dieselbe Solidarität für alle politischen Gefangenen, die zur Zeit unterdrückt werden.

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Vier Forderungen erfüllt: Kouhyar Goodarzi beendet Hungerstreik

Kouhyar Goodarzi, Mitglied des CHRR, nach Erfüllung von vier seiner Forderungen seinen Hungerstreik beendet. Er war in Einzelhaft verlegt worden, nachdem er sich bei der Leitung der Abteilung 350 des Evin-Gefängnisses beschwert hatte, und war [daraufhin] in einen trockenen Hungerstreik getreten.Kouhyar Goodarzis vier Forderungen lauteten:1) Die ungewisse Situation seines Falls muss angesprochen werden2) Majid Tavakolis Wünsche müssen erfüllt werden3) Verlegung aus der Einzelhaft zurück in die allgemeine Abteilung, Verfolgung seiner Beschwerde beim Leiter von Abteilung 3504) Besuchsrecht und Telefonkontakt

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Nach Hungerstreik seiner Mutter: Ronaghi Maleki darf Besuch im Gefängnis empfangen

Der Blogger und Journalist Hossein Ronaghi Maleki durfte im Gefängnis Besuch von seiner Familie empfangen, nachdem seine Mutter vor dem Evin-Gefängnis in den Hungerstreik getreten war.

Ronaghis Familie, die zuvor telefonisch über seinen kritischen Zustand informiert worden war, hatte bei einem Treffen mit dem Teheraner Staatsanwalt darum gebeten, ihren Sohn persönlich besuchen zu dürfen. Ihre Anfrage wurde vom Staatsanwalt abgelehnt. Ein Verwandter von Ronaghi sagte einem RAHANA-Reporter gegenüber: „Die Weigerung des Staatsanwalts, den Besuch zu genehmigen, fiel mit der Nachricht über Ronaghis Hungerstreik zusammen, die mit der Nachricht von Tavakolis und Goodarzis Hungerstreiks von vielen Medien veröffentlicht wurde. Seine Familie, die von Ronaghis Nierenproblemen wusste, bestand auf einem Besuch bei ihm.“
„Als Hosseins Mutter von dem negativen Bescheid erfuhr, beschloss sie, in den Hungerstreik zu treten“, so der Verwandte weiter.

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