Gefangene

Ein Bericht aus dem Gefängnis Rajai Shahr, Iran

Der seit 2000 inhaftierte Saeed Masouri hat in einem bewegenden Brief die erschütternden Zustände im Gefängnis Rajai Shahr beschrieben. Dr. Saeed Masouri war im Dezember 2000 in der Stadt Dezful verhaftet worden und wird gegenwärtig in Sektion 10, Trakt 4 des Gefängnisses Rajai Shahr in der Stadt Karaj festgehalten. Sein erster Prozess und der Berufungsprozess führten zunächst zu seiner Verurteilung zum Tode. Von den 10 Jahren, die er inhaftiert ist, verbrachte er 3 Jahre in Einzelhaft in Gefängnissen in Teheran und Dezful. Nach umfangreichen Anstrengungen [konnte erreicht werden, dass] sein Todesurteil in lebenslange Haft umgewandelt wurde.

Masouri wurde in den letzten 10 Jahren kein einziger Hafturlaub gewährt. Bei seiner ersten Verhaftung und Einzelhaft wurde er körperlich und psychisch exzessiv gefoltert. Masouri wurde vor einigen Jahren in das Gefängnis Rajai Shahr verlegt, dass bekannt für die dort herrschenden unmenschlichen Zustände ist. In einem Brief, den er im Gefängnis verfasste und zur Verfügung stellte, beschreibt Masouri die unmenschlichen Zustände im Gefängnis. Der Inhalt seines Briefes lautet wie folgt:

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Iran: Wachsender Druck auf die Gefangenen im Block 4 im Gohardasht Gefängnis von Karaj

In den letzten Tagen verschärfte das unmenschliche Mullah-Regime seinen Druck auf die politischen Gefangenen im Block 4 des Gohardasht-Gefängnis von Karaj. Am Dienstag, dem 20. Juli, erlebten die Handlanger den Widerstand von über 800 Gefangenen des Blocks, als sie sie zwingen wollten, die Zellen zu verlassen und sich der sengenden Sommersonne auszusetzen.

 

Am Mittwoch, dem 21. Juli, zwangen die Gefangniswärter die Gefangenen doch, sich in die Sonnenglut zu begeben, weil sie angeblich im Block Insektizide versprühen wollten. Einem der Gefangenen, Khalid Hardani, sprühten die Wärter Insektizide in die Augen, weil er aufgrund seiner Krankheit die Zelle nicht verlassen konnte. Bei dem Versuch, das Versprühen des Insektizids in seiner Zelle zu verhindern, wurde er von den Wärtern zusammengeschlagen. Moqniyan, der Oberaufseher im Block 4 schlug auf den Gefangenen ein, beleidigte ihn und steckte ihn in Einzelhaft.

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Politischer Gefangener Joushan im Hungerstreik aus Protest gegen den unmenschlichen Druck des Regime

Wir erhielten die Nachricht, dass Reza Joushan, ein politischer Gefangener im Iran, seit Mittwoch, dem 21. Juli mit einem Hungerstreik gegen die unhaltbaren Bedingungen im Gefängnis protestiert, die an das Mittelalter erinnern.

Der 25jährige Gefangene Joushan wurde bei einer Razzia am 1. Dezember 2009 in seiner Wohnung von Mitarbeitern des Ministeriums für Geheimdienste und Staatssicherheit der Mullahs (MOIS) festgenommen.

 

Er wurde ursprünglich in den von der Revolutionären Garde kontrollierten Block im Teheraner Evin Gefängnis gebracht, wo er zwei Monate verbrachte. Dann wurde er in den Block 4 verlegt. Sechs Tage später, am 7. Dezember, überfiel die Staatssicherheit noch einmal seine Wohnung und verhaftete Rezas Mutter, Zahra Asadpour Gorii. Sie kam zunächst in Einzelhaft in eine der von der Revolutionären Garde kontrollierten Zellen im Evin Gefängnis. In den Wochen ihres Aufenthaltes dort, wurde sie mehrfach unter physischer und psychischer Folter verhört. Dann brachte man sie in den Frauenblock des Gohardasht Gefängnisses in Karaj.

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Iran: Politischer Gefangener geht wegen inhumaner Haftbedingungen in den Hungerstreik

Ein politischer Gefangener ging am Mittwoch aus Protest gegen die Bedingungen und inhumanen Beschränkungen in den mittelalterlichen Gefängnisses des iranischen Regimes in den Hungerstreik. Des weiteren starb ein regulärer Häftling nach zwei Jahren Einzelhaft.

 

Glaubhaften Berichten zu Folge wurde Arjang Davoudi, ein Häftling in Zellentrakt 3 des Karaj Gohardasht Gefängnis von dem Wärter Ali Haj Kazem unter entsetzlichen Bedingungen in Einzelhaft gehalten und dabei medizinische Hilfe verweigert.

 

Einer der Finger von Herr Davoudi wurde in den letzten drei Monaten gebrochen und befindet sich in einem schlimmen Zustand. Die Agenten des klerikalen Regimes verweigerten jeden Telefonkontakt mit seiner Familie. Hasan Zare Dehnavi, ein Folterknecht in Kharizak Todeslager, verkaufte Davoudis Haus, welches verschlossen war, an andere Agenten und brachten damit seine Frau in eine schwierige Lage. 

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Urteil bestätigt: Sechsjährige Haftstrafe für studentischen Aktivisten Salman Sima

Abteilung 54 des Berufungsgerichts hat die sechsjährige Haftstrafe gegen den studentischen Aktivisten Salman Sima bestätigt.

Dies wurde laut Advar News von Simas Anwalt mitgeteilt, der anmerkte, dass das Berufungsgericht die Einwände der Verteidigung gegen das erste Urteil ignoriert habe.

Sima ist ein studentischer Aktivist von der Freien Islamischen Universität (Azad University) und Mitglied der Studentenorganisation „Büro zur Konsolidierung der Einheit“ (Tahkim-e Vahdat). Er war am Samstag, dem 12. Juni bei den sporadischen Protesten auf der Enghelab-Straße anlässlich des Jahrestages des Wahlbetrugs vom letzten Jahr verhaftet worden.

Es ist zu erwähnen, dass der Prozess gegen Sima hauptsächlich auf seine studentischen Aktivitäten in der Zeit von 2002 bis 2007 aufbaut. Nach dem Wahlbetrug im letzten Jahr hatte er im Zusammenhang mit zwei verschiedenen Fällen fast 130 Tage im Gefängnis verbracht. Seine Festnahme war bereits die zweite in diesem Jahr. Zuvor hatte er in den Monaten nach der Wahl im letzten Sommer fast 100 Tage im Gefängnis gesessen. Außerdem war Sima im Sommer 2008 vom Geheimdienstministerium verhaftet worden und hatte 40 Tage im Evin-Gefängnis verbracht.

Evin/Rajai Shahr: Hamed Rouhinejad und Behrouz Javid-Tehrani in kritischem Zustand

Auf Anforderung des Geheimdienstministeriums haben die Behörden im Gefängnis Rajai Shahr die Einzelhaft für Javid Tehrani auf unbestimmte Zeit, mindestens aber bis zum Jahrestag der Studentenbewegung am 7. Juli verlängert.

Menschenrechtsorganisationen zufolge war Behrouz Javid-Tehrani, der in Abteilung 1 des Gefängnisses Rajai Shahr festgehalten wird. am 31. Juli aus unbekannten Gründen in Einzelhaft verlegt worden. Angesichts des bevorstehenden Jahrestages der Studentenaufstände vom 7. Juli 1999 haben die Behörden eine Verlängerung seiner Einzelhaft angeordnet.

Javid Tehrani lebt seit einem Monat in den schlechten Einzelhaft-Bedingungen. Die Gefängnisbehörden enthalten ihm seine Medikamente und hygienische Einrichtungen vor. Er darf ein Mal pro Woche ein Bad nehmen und ein Mal pro Tag die Toilette benutzen.

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