Gefangene

Politischem Gefangenen wurde bei der Vernehmung die Zunge herausgerissen

Bei einer Vernehmung wurde einem kurdischen politischen Gefangenen im berüchtigten Teheraner Evin Gefängnis die Zunge herausgerissen, verlautet es aus Quellen. Sein Zustand ist kritisch.

Wie die Website 24-Katjemir und die Nachrichtenagentur Dijleh berichteten, wurden Matin Arjani, einem Bewohner aus Bateman im türkischen Teil von Kurdistan bei einer Vernehmung im Evin Gefängnis die Zunge herausgerissen.Im vergangenen Jahr erlitt er zwei Hirnschläge, worauf hin er gelähmt und nicht mehr gehfähig war.

Der Bruder des politischen Gefangenen äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Dijleh: „Ich war vier Mal im Iran, um meinen Bruder zu sehen. Matin wird ständig gefoltert und ist die meiste Zeit in Einzelhaft. Sie haben ihm die Zunge herausgerissen. Er wird nicht behandelt und sein Zustand ist jetzt lebensbedrohlich.“

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Iran: Todesurteil für prominenten Bazarhändler von den Gerichten des Regimes bestätigt

Das klerikale Regime bestätigte das Todesurteil für einen bekannten Teheraner Bazarhändler. Er wurde für seine Kontakte mit den iranischen Hauptopposition verurteilt. Javad Lari, ein 55 Jahre alter politischer Gefangener wurde als „moharebeh“ (Gotteslästerer) von der 15. Abteilung des Revolutionsgerichtes des Regimes in Teheran unter Leitung von Richter Salavati zum Tode verurteilt.

Herr Lari verbrachte bereits in den 80er Jahren 3 Jahre im Gefängnis für seine Verbindung mit der PMOI. Er ist ein sehr bekannter Händler auf dem Teheraner Bazar. Er wurde im September letzten Jahres von Agenten des Ministeriums für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) bei der Niederschlagung eines Protestes auf dem Bazar verhaftet.

In einem anderen Prozeß bestätigte das iranische Regime ebenfalls das Todesurteil von Mohammad-Ali Haj Aqai. Er wurde ebenfalls wegen moharebeh verurteilt.

1983 wurde Haj Aqai bereits zu 5 Jahren Haft wegen seiner Zusammenarbeit mit der PMOI verurteilt. Als Grund für die Verurteilung als „Moharebeh“ wurde vom Regime angegeben, dass er Camp Ashraf wegen seines dort lebenden Sohnes besucht habe und Nachrichten an den Satellitensender Simay-e Azadi gesendet habe.

Iran: Politischer Gefangener Ali Saremi sendet Nachricht nach Bestätigung des Todesurteils

Nach der Bestätigung seines Todesurteils durch das iranische Regime sendete Ali Saremi eine kompromißlose und mutige Nachricht aus dem Gefängnis.

Herr Saremi ist der Vater eines Bewohners aus Camp Ashraf, wo 3400 Mitglieder der iranischen Hauptopposition leben.
Hier seine Nachricht ins Deutsche übersetzt:

In Gottes Namen

Ich habe noch einmal die Zeitung gelesen, in der der Staatsanwalt (des Regimes) sagte, dass die Todesurteile von 6 Unterstützern der PMOI bestätigt wurden und dass sie bald vollstreckt werden. Der Staatsanwalt muß sich die Frage stellen: Habe ich unserer Nation in den letzten 30 Jahren, seit wir an der Macht sind, irgend etwas anderes gegeben als Tod, Armut, Terror und Schlagstöcke?

 

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Arzhang Davoudis körperlicher Zustand nach fast einem Monat Hungerstreik kritisch

Human Rights and Democracy Activists in Iran (HRDAI) zufolge hat der körperliche Zustand des politischen Gefangenen Arzhang Davoodi nach fast einem Monat Hungerstreik einen kritischen Punkt erreicht. Davoodi befindet sich seit mittlerweile 28 Tagen im Hungerstreik; er ist in Abteilung des Gefängnisses Rajai Shahr (auch bekannt unter dem Namen Gohardasht) in der Stadt Karaj inhaftiert. Er hat mehr als 10 kg Gewicht verloren und kann sich kaum noch bewegen. Er leidet unter niedrigem Blutdruck, Schwindel, Kopfschmerzen und nachlassender Sehkraft. Sein Leben ist ernsthaft in Gefahr.

Davoodi begann seinen Hungerstreik am 15. Juli 2010, um gegen die unmenschlichen Haftbedingungen zu protestieren. Er fordert die Wiederherstellung seiner Grundrechte, u. a. die Aufhebung des gegen ihn verhängten Besuchs[verbots], das Recht auf angemessene medizinische Versorgung, Beendigung der Beschlagnahmung seines Hauses, Einleitung von Untersuchungen zu seinen Beschwerden über den Gefängnisleiter von Rajai Shahr, Ali Haj Kazem.

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Majid Tavakoli ins Gefängnis Rajai Shahr verlegt

Der bekannte studentische Aktivist Majid Tavakoli, der zusammen mit 16 weiteren politischen Gefangenen im Evin-Gefängnis in den Hungerstreik getreten war, ist heute ins Gefängnis Rajai Shahr verlegt worden.

Kalemeh zufolge war Majid Tavakoli, Mitglied der Islamischen Vereinigung der Technischen Universität Amir Kabir, am iranische Studententag am 7. Dezember 2009 verhaftet worden, nachdem er vor der Universität eine Rede gehalten hatte.

Ende Juli begannen Tavakoli und 16 weitere politische Gefangene in Evin einen 15tägigen Hungerstreik, mit dem sie gegen die inakzeptablen Haftbedingungen und das Verhalten der Gefängniswärter protestierten.

Von Abteilung 15 des Revolutionsgerichts wurde Tavakoli zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem wurden ihm ein fünfjähriges politisches Betätigungsverbot und ein fünfjähriges Ausreiseverbot auferlegt.

Iran: Viele politische Gefangene in kritischem physischen Zustand

VHZ warnt vor dem schlechten physischen Zustand vieler politischer Gefangener im Iran, welcher Resultat der Folterungen, Unterdrückung, des Drucks und des Versagens der medizinischen Grundversorgung ist.

 

Hassan Tarlani, ein 23 Jahre alter Student, wurde in das Kerman Gefängnis verlegt und sitzt aktuell zwischen gefährlichen Gefangenen. In den letzten Tagen griffen ihn Personen, die vom Ministerium für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) provoziert wurden, an und drohten ihm, ihn umzubringen. Herr Tarlani wurde schwer verletzt. Er wurde in die Gefängnisklinik eingeliefert und ist im kritischen Zustand.

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