Gefangene

Politischer Häftling kündigt Fortsetzung seines Hungerstreiks bis zur Erfüllung seiner Forderungen an.

 

Ein politischer Häftling in Irans Gohardast-Gefängnis, der seit über zwei Monaten im Hungerstreik ist, erklärte am Donnerstag, seinen Hungerstreik bis zur Erfüllung seiner Forderungen fortzusetzen.

 

Arjang Davoudi war im Oktober 2003 mit der Begründung verhaftet worden, „gegen die nationalen Sicherheitsinteressen zu arbeiten“. Am Donnerstag besuchte seine  Ehefrau ihn im Gefängnis. Der körperliche Zustand von Davoudi war so schlecht, daß er in einem Rollstuhl zu seinem Besuch gebracht werden mußte. Er wurde als bleich, extrem schwach und dünn beschrieben. Er erklärte seiner Frau, daß er nicht plane, seinen zweimonatigen Hungerstreik zu beenden, wenn seine Forderungen nicht  vollständig erfüllt werden. Dem Vernehmen nach fordert Davoudi , sein Recht auf Telefonanrufe und regelmäßige Besuche im Gefängnis zu respektieren. Er fordert außerdem die Rückgabe seines Hauses, das vor drei Jahren vom Mullah-Gerichtshof konfisziert worden war und damit seine Familie obdachlos machte.

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Gefangene bei Folterung getötet

Das klerikale Regime hat die Folterung und Verfolgung der Gefangenen ausgedehnt. Neben politischen werden auch normale Gefangene brutal behandelt, und eine Reihe von ihnen sind in den letzten Wochen ermordet worden. Die Regierung  hat als Gründe für die meisten Todesfälle Selbstmord oder Drogenabusus angeführt.

 

Am 11. August starb Hassan Ghashgaii, 35, der in der berüchtigten „Hundehütten“-Einzelhaft in Abteilung 1 des Gohradasht-Gefängnisses  in Karaj einsaß, aufgrund ausgedehnter Folterungen nach einigen Stunden im Koma. Er war an Händen und Füßen gefesselt und seine Augen waren verbunden. Ghashgaii war in Varamin verhaftet worden wegen Widerstands gegen Staatssicherheitskräfte. Nach 5 Jahren Gefängnis, wurde er wegen seiner Proteste gegen die Brutalität der Wärter in Einzelhaft überführt.

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Iran: Häftlinge werden attackiert, um sie zu liquidieren

Am 5. September haben Mitarbeiter des Gohardasht-Gefängnisses in Ost-Teheran Saleh Kohandel, einen politischen Gefangenen in Abteilung 4, attackiert, um ihn zu erwürgen.Aufgrund der Intervention anderer Gefangener wurde er vor dem sicheren Tod gerettet.

 

Am 6. September wurden mindestens 7 Gefangene schwer verwundet in einer blutigen Auseinandersetzung, die gefährliche Gefangene, angestachelt von der Obrigkeit, begonnen hatten.  Vier der Verletzten mußten in Krankenhäuser nach außerhalb gebracht werden. Ein Gefangener, benannt als Javad Zare, wurde mit einem Dolch so schwer verwundet, daß ihm ein Auge im Gefängnishospital entfernt werden mußte.

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Arzhang Davoudi schwebt in Lebensgefahr

Berichten aus dem Gefängnis Rajai Shahr zufolge befindet sich der dort inhaftierte Arzhang Davoudi nach mehr als 66 Tagen Hungerstreik in einem kritischen Zustand. Vergangene Nacht wurde berichtet, dass Davoudi im Delirium ist und vom Tod spricht. Er hat 35 kg abgenommen.

Gefangene, die mit Arzhang Davoudi zusammen in einem Trakt untergebracht sind, berichten, dass er sich seit 66 Tagen im Hungerstreik befindet, um gegen die Beschneidung seiner Telefonrechte, die ausbleibende Untersuchung seiner Beschwerde gegen den Leiter des Gefängnisses Rajai Shahr, Ali Haj Kazem, und die Beschlagnahmung und den Verkauf des Hauses seiner Familie auf Anordnung von Richter Haddad zu protestieren.Vorletzte Nacht wurden Arzhang Davoudis Telefonrechte wiederhergestellt; er besteht jedoch darauf, so lange im Hungerstreik zu bleiben, bis all seine Forderungen erfüllt sind.

Arzhang Davoudi ist Direktor einer Schule, Lehrer, und selbst erklärter Säkularist. Er ist im Gefängnis Rajai Shahr inhaftiert und befindet sich seit mehr als 2 Monaten im Hungerstreik.

Vertreter des Regimes ruft zu einem ähnlichen Massaker wie 1988 auf, um Proteste zu unterdrücken

Am 22. Jahrestag des Massakers von 1988 an politischen Gefangenen im Iran, rief ein Vertreter des Regimes, der dem obersten Führer der Mullahs nahe steht, zu einem ähnlichen Massaker auf, um „die Aufwiegler zu neutralisieren“ und bezog sich damit auf die landesweiten iranischen Bürgerproteste.

1988 wurden mehr als 30.000 politische Gefangene vom iranischen Regime ermordet. Menschenrechtsorganisationen bezeichneten dies als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der staatlichen Zeitung Raja News vom Samstag zu Folge, sagte Mullah Hamid Rohani, ein früheres Mitglied im Stab des Regimegründers Khomeni:“ Der Umgang des Imam (Khomeini) im Jahre 1988 muss wiederholt werden, um die aktuellen Aufwiegler zum Schweigen zu bringen.“

Rohani ergänzte:“ Khomeini sagte, dass diese Gefangene, die auf ihrem politischen Standpunkt beharren, vor Gericht gestellt, bestraft und hingerichtet werden müssen. Die damaligen Erhängungen haben die Aufwiegler für eine Zeit still gemacht und Ruhe einkehren lassen. Ich denke, im Zuge der aktuellen Aufstände gilt, wenn kein klarer und revolutionärer Standpunkt wie 1988 umgesetzt wird, dann wird das Problem weiter bestehen“. Er bezog sich mit diesen Aussagen auf die Anti – Regime Proteste nach der Wahl im Juni 2009.

Iran: Politischer Gefangener stirb unter der Folter, Mutter setz sich selbst verbrennen

Ein politischer Gefangener der nordwestiranischen Stadt Oroumieh wurde am Sonntag unter der Folter getötet. Das berichtete die Nachrichtenagentur Herana am Dienstag. Bahman Massoudi, der in Einzelhaft saß, wurde Berichten zu Folge nach einem Schlag mit einem Schlagstock von Agenten des iranischen Regimes ermordet. Der Mörder trug den Namen Khanzadeh. Nach Bekanntgabe der brutalen Ermordung versuchte sich die Mutter von Herr Massoudi aus Protest vor dem Zentralgefängnis in Oroumieh, wo ihr Sohn getötet wurde, selbst in Brand zu setzen.