Gefangene

Eilaktion von Amnesty International für die politische Gefangene Zeynab Jalalian, die nach schweren Folterungen in Gefahr ist, das Augenlicht zu verlieren.

Amnesty International ruft mit einer Eilaktion zum Einsatz für die politische Gefangene  Zeynab Jalalian (Bild) auf, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und im  Gefängnis der westiranischen Stadt Kermanshah inhaftiert ist. Nach schweren Folterungen droht der Gefangenen, das Augenlicht zu verlieren. Sie muss dringend medizinisch behandelt werden.

 

In der Eilaktion von Amnesty International heißt es u.a: „Zeynab Jalalian leidet bereits seit einigen Jahren unter Augenproblemen. Diese sind möglicherweise auf Schläge bei Verhören durch Angehörige der iranischen Behörden zurückzuführen. Ihr Gesundheitszustand hat sich verschlechtert und sie läuft nun Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren.“

Zeynab Jalalian wurde im Jahre 2009 vom Revolutionsgericht in Kermanshah zum Tode verurteilt. Während der Untersuchungshaft wurde sie gefoltert. In ihrem Gerichtsverfahren, das offenbar nur wenige Minuten dauerte, hatte sie keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Das Todesurteil gegen Zeynab Jalalian wurde im November 2011 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Amnesty International: „Familienangehörige von Zeynab Jalalian durften sie seit über einem Jahr nicht mehr besuchen. Sie können lediglich einmal pro Woche ein zweiminütiges Telefonat mit ihr führen. Zeynab Jalalian hat im Januar 2014 formell Hafturlaub beantragt. Ihren Aussagen zufolge verlangen die iranischen Behörden allerdings von ihr, ein unfreiwilliges "Geständnis" im Fernsehen abzugeben. Dies könnte eine Voraussetzung für die Gewährung des Hafturlaubs sein. Zeynab Jalalian weigert sich jedoch, ein solches "Geständnis" abzulegen.“

zur Eilaktion von Amnesty International