Gefangene

Die Experten sind entsetzt über die Hinrichtung des politischen Gefangenen Gholamreza Khosravi.

 

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Vier Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen (Bild) haben am 5. Juni ihr Entsetzen über die Hinrichtung des politischen Gefangenen Gholamreza Khosravi Savadjani zum Ausdruck gebracht.

 

 

Der 49jährige politische Gefangene war am 1. Juni im Gohardasht-Gefängnis der Stadt Karaj westlich von Teheran hingerichtet worden, nachdem er insgesamt 12 Jahre lang in verschiedenen iranischen Gefängnissen inhaftiert gewesen war. Er war wegen Unterstützung der Demokratiebewegung im Iran zum Tode verurteilt worden.

 

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Iran: Familienangehörige und Menschenrechtler trauern um den hingerichteten politischen Gefangenen Gholamreza Khosravi

 

In ihrer Erklärung forderten die UN-Menschenrechtsexperten das Teheraner Regime auf, den Hinrichtungen ein für allemal ein Ende zu setzen. Bei den Experten handelt es sich um:

 

  • Ahmed Shaheed, UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage im Iran
  • Christof Heyns, UN-Sonderberichterstatter über außergerichtliche oder willkürliche Hinrichtungen
  • Gabriela Knaul, Sonderberichterstatterin über die Unabhängigkeit von Richtern und Anwälten
  • Frank La Rue, Sonderberichterstatter über die Förderung und den Schutz der Meinungsfreiheit und des Rechts auf freie Meinungsäußerung

 

Die Experten bezeichneten die Hinrichtung des politischen Gefangenen als Verletzung der internationalen Menschenrechte. Christof Heyns erklärte, dass es illegal sei, eine Person hinzurichten, weil ihr vorgeworfen wird, eine oppositionelle Gruppe mit Informationen oder finanziell unterstützt zu haben. Gabriela Knaul fügte hinzu, dass die Hinrichtung von Gholamreza Khosravi zeige, dass die iranische Justiz die internationalen Vorschriften für faire und rechtsstaatliche Verfahren völlig missachte.