Gefangene

UN-Menschenrechtsexperten haben den Stopp der Hinrichtung von zwei Angehörigen der arabischsprachigen Minderheit im Iran gefordert.

Ahmed-Shaheed-150Den politischen Gefangenen Ali Chebeishat and Sayed Khaled Mousavi droht unmittelbar die Hinrichtung. Die Angehörigen der arabischen Minderheit der Ahwazi im Iran, die zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt ist, wurden Berichten von Menschenrechtlern zufolge gefoltert und im September 2013 in einem unfairen Gerichtsverfahren als angebliche „Staatsfeinde“ zum Tode verurteilt. Ihre Verurteilung erfolgte, nachdem sie gezwungen worden waren, sich im iranischen Staatsfernsehen durch falsche „Geständnisse“ selbst zu belasten.

 

Mehrere Experten der Vereinten Nationen haben das Teheraner Regime am 21. Mai aufgefordert, die Hinrichtung zu stoppen. Zu den Menschenrechtsexperten gehören Ahmed Shaheed (Bild), UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage im Iran, und Christof Heyns, UN-Sonderberichterstatter über außergerichtliche oder willkürliche Hinrichtungen.

Die Familie von Ali Chebieshat und Sayed Khaled Mousawi wurde am 19. Mai darüber informiert, dass die Hinrichtung der beiden politischen Gefangenen auf den 22. Mai festgesetzt wurde. Angehörige des Geheimdienstes brachten sie im März an einen unbekannten Ort. Der Aufenthaltsort der Männer ist weiterhin nicht bekannt. Dies führte zu Befürchtungen, sie könnten im Geheimen hingerichtet werden. Zwei weitere Ahwazi-Araber wurden im Januar 2014 im Geheimen hingerichtet, nachdem sie an einen unbekannten Ort gebracht worden waren.