Frauen

Zwei weiblichen politischen Gefangenen drohen Anklagen wegen Moharebeh

Mehrere weibliche Gefangene werden mit abgelaufenen Haftanordnungen im Frauentrakt des Evin-Gefängnisses festgehalten. Zweien von ihnen drohen Anklagen wegen „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott).

RAHANA – Bestätigten Berichten aus dem Evin-Gefängnis zufolge werden mehrere weibliche Gefangene seit Monaten illegal festgehalten, ihnen drohen unbegründete Anklagen, die zu harten Urteilen führen können.

Der Webseite Kalemeh zufolge ist eine dieser Gefangenen Maryam Akbari-Monfared, die am 31. Dezember 2009 nach den Ereignissen von Ashura verhaftet wurde und zur Zeit im Evin-Gefängnis festgehalten wird.

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Weibliche kurdische politische Gefangene spricht von grausamer Folter im Gefängnis

15. Februar 2010

Die zum Tode verurteilte Gefangenen Shirin Alam Hovi in der Frauenabteilung des Evin Gefängnis schrieb am 18. Januar 2010 einen Brief. In ihm heißt es: „Ich wurde 2008 von einer Zahl von Zivilpolizisten verhaftet und direkt zur Basis der Revolutionsgarden gebracht. Sie schlugen mich, ohne vorher eine Frage gestellt zu haben. Dort war ich dann 25 Tage lang. Die Verhörpersonen waren alles Männer und sie banden mich an Handschellen gefesselt an ein Bett. Sie wollten mich mit Elektrostäben, Kabeln, Fäusten und Fußtritten ins Gesicht schlagen, auf den Kopf und die Fußsohlen. Zu dieser Zeit konnte ich weder sprechen noch Farsi gut verstehen. Als sie keine Antworten bekamen, schlugen sie mich weiter, bis ich das Bewusstsein verlor….

An einem anderen Tag trat mich einer der Verhörpersonen so hart in den Magen, dass ich sofort zu bluten begann und dabei eine Menge Blut verlor. An einem anderen Tag kam eine der Personen in den Raum. Er war der einzige, den ich sah, denn den Rest der Zeit waren meine Augen verbunden. Er fragte mich Dinge, die keinen Bezug zu haben schienen. Als er keine Antwort bekam, schlug er mich ins Gesicht und setzte mir eine Waffe an den Kopf, die er bei sich trug.

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33 trauernde Mütter festgenommen

13. Januar 2010

Weil sie eine Mahnwache für ihre bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getöteten Kinder abhielten, sind im Iran 33 Frauen festgenommen worden, so eine Menschenrechtsgruppe. Die Mütter seien während ihrer wöchentlichen Kundgebung am Samstag von Sicherheitskräften eingekreist und ins Gefängnis gebracht worden, berichtete die Internationale Kampagne für Menschenrechte und forderte die sofortige Freilassung. Neun der Frauen hätten nach der Festnahme ärztlich behandelt werden müssen. (apd)

Politische Aktivistin zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

21. Dezember 2009

vhdz.de - Der Rechtsanwalt von Hengameh Shahidi sagte, dass seine Mandantin zu sechs Jahren, drei Monaten und einem Tag Gefängnis verurteilt worden sei.
Mohammad Mostafazi gab bekannt: "Ich bin heute zur 26. Kammer des Revolutionsgerichts gegangen, um Nachforschung im Fall von Hengameh Shahidi anzustellen und der Chef des Büros sagte mir ihre Strafe."
"Sie wurde verurteilt unter der Anklage für Handlungen gegen die Nationale Sicherheit, weil sie zu konspirativen Treffen ging, um die Sicherheit des Landes mit der Teilnahme an den Unruhen am Samstag, dem 17. Juni zu unterwandern."

Weitere Frauenrechtlerin verhaftet

17. Dezember 2009 

Verein für Hoffnung der Zukunft e.V. - Haide Tabesh, eine Aktivistin und Teilnehmerin an der Eine Million Unterschriften Kampagne wurde heut in Isfahan verhaftet.
Mitarbeiter des Geheimdienstes holten Hazde Tabesh aus ihrem Englisch Unterricht und gingen mit ihr zu ihrer Wohnung. Sie durchsuchten ihre Wohnung und konfiszierten alle ihre persönlichen Habe sowie die Computer ihrer beiden Kinder. Ihr Ehemann, Montazeri, sagte, dass er noch nicht weiß, wohin sie seine Frau gebracht haben. Geheimdienstmitarbeiter hatten ihm erklärt, er solle morgen zum Revolutionsgericht gehen und Nachforschungen anstellen.

Studentenaktivistin und ihre Ehemann in der Wohnung verhaftet

11. Dezember 2009

Mahdieh Golro, eine Studentenaktivistin, die ebenfalls mit den Menschenrechtlern im Iran zusammenarbeitet und bereits zu einem Jahr auf Bewährung bestraft worden war, wurde heute morgen nach einer Razzia in ihrem Haus verhaftet. Ihr Ehemann Vahid Lalipour wurde ebenfalls festgenommen. 10 Angehörige dieser Regimekräfte drangen gegen 7 Uhr in ihr Haus ein und durchsuchten es bis ca. 9 Uhr. Sie konfiszierten persönliche Habe und ihren Laptop, nahmen Bilder ohne politischen Inhalt von der Wand, Bücher, CDs und sogar ihre Familienfotos. Dann legten sie Mahdieh und ihrem Ehemann Handschellen an und brachten sie zum Evin Gefängnis. Vahid Lalipour ist zur Zeit in der Quarantäne Sektion des Evin Gefängnisses. Über den Verbleib von Mahdieh gibt es keine Informationen.