Frauen

Iranerin wegen Teilnahme an friedlichen Demonstrationen gegen das Regime zum Tode verurteilt

Eine der politischen Gefangenen, die während der Proteste des Ashura-Tages, am 27. Dezember 2009, im Iran verhaftet wurden, wurde zu der unmenschlichen Strafe des Erhängens verurteilt. Die politische Gefangene Farah (Elmira) Vazehan wurde außerdem zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldbuße verurteilt.
Die Familie und der Anwalt von Frau Vazehan haben wiederholt gegen das Verfahren protestiert. Frau Vazehan wird derzeit in der Frauenabteilung des berüchtigten Evin-Gefängnisses festgehalten und wurde nach fast acht Monaten Haft zum Tode verurteilt.
Die Ermittlungsbehörden des iranischen Regimes legten der politischen Gefangenen zur Last, sie habe von den beispiellos populären Protesten Fotos und Videos gemacht; auch Kontakte mit der Haupt-Opposition warfen sie ihr vor.

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Maryam Ghorbanzadeh: Zwangsabtreibung im 6. Monat, akute Hinrichtungsgefahr

Javid Kian, dem Anwalt der 25jährigen Maryam Ghorbanzadeh zufolge haben Justizoffizielle (vor allem Saeed Mortavavi) in einem Schreiben an Geheimdienst- und Sicherheitsstellen der Justiz ["Judiciary intelligence and security"] beschlossen, dass der Fall Maryam Ghorbanzadeh gelöst werden müsse, damit man sich mit dem Fall von Sakineh Mohammadi Ashtiani befassen kann.

Javid Kian sagte gegenüber Rooz: „Sämtliche Aufmerksamkeit konzentriert sich auf den Fall von Sakinez Mohammadi Ashtiani, während das Leben von Frau Ghorbanzadeh in Gefahr ist. Im Gefolge der Proteste gegen das Steinigungsurteil Ashtianis haben (die Behörden) das Urteil gegen Frau Ghorbanzadeh von Steinigung in Tod durch Erhängen umgewandelt. Das Urteil wurde bereits an die Vollstreckungsstelle übersandt. Sie kann jeden Moment hingerichtet werden.“

 

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Tabriz: Schwangere 25jährige zum Tod durch Steinigung verurteilt

In dem Gefängnis, in dem Sakineh Mohammadi Ashtiani einsitzt, sind zwei weitere Frauen zum Tod durch Steinigung verurteilt. Eine von ihnen ist Maryam Ghorbanzadeh. Sie ist 25 Jahre alt und wegen „einer außerehelichen Beziehung“ zum Tod durch Steinigung verurteilt. Maryam ist schwanger und hofft, dass die Weltöffentlichkeit ihr helfen wird.

 

Maryams Anwalt hält es für möglich, dass das Urteil von Tod durch Steinigung auf Tod durch Hinrichtung (am Galgen) umgewandelt wird. Dann könne man versuchen, das Urteil auf eine Bestrafung durch Auspeitschung abzumildern.

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Iran hält Menschenrechtsaktivisten weiterhin in Haft

Die Islamische Republik verweigert auch nach 200 Tagen Haft die Freilassung der beiden Mitglieder der Organisation [Committee of] Human Rights Reporters [CHRR] Shiva Nazar Ahari und Kouhyar Goodarzi.

Die beiden Aktivisten waren im Dezember [2009] auf ihrem Weg nach Qom verhaftet worden, wo sie an der Beerdigung des regimekritischen Geistlichen Ayatollah Montazeri teilnehmen wollten. Seitdem sind sie im Gefängnis.

Shiva Nazar Ahari war nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl vom Juni 2009 schon einmal verhaftet worden und war drei Monate lang im Gefängnis. Sie hat mehr als 100 Tage in Einzelhaft verbracht.

 

CHRR berichtet, dass Kouhyar Goodarzis Mutter die Kaution für ihren Sohn bereitgestellt hat, die Justizbehörden ihr aber mitgeteilt hätten, dass er nicht freigelassen werde, bevor das Berufungsgericht zu einem abschließenden Urteil über ihn gekommen ist.

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"Verbrechen an der Liebe": Iranerin soll gesteinigt werden

Menschenrechtler und ihre Kinder kämpfen um das Leben der 43-jährigen Sakineh Ashtiani.

Hamburg/Teheran. Es ist gar nicht erwiesen, ob Sakineh Mohammadi Ashtiani sich überhaupt des Verbrechens der Liebe schuldig gemacht hat. Doch so lautet der Vorwurf an die 43-jährige Iranerin: Sie soll zwei Liebesaffären gehabt haben. Und was im Westen zum Leben gehört, wird im Gottesstaat Iran mit dem Tode bestraft. Ihr Schicksal hat die Welt aufgerüttelt, doch der verzweifelte Kampf um ihr Leben geht weiter. In einer dubiosen Gerichtsverhandlung im Jahre 2006 hatte Sakineh gestanden und wurde zu 99 Peitschenhieben verurteilt. Sie gehört jedoch der aserbaidschanischen Minderheit an und spricht gar kein Farsi, sondern nur Türkisch. Sie verstand überhaupt nicht, was im Gerichtssaal verhandelt wurde. Die zweifache Mutter wurde danach halb totgepeitscht - ihr damals 17-jähriger Sohn Sajad musste die grausame Züchtigung mit ansehen. "Sie peitschten sie vor meinen Augen aus - das hat sich in mein Gehirn eingebrannt."

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Richter Moghiseh: Wer, wenn nicht Bahareh Hedayat, gehört ins Gefängnis?

Richter Moghiseh ist der Ansicht, dass Bahareh Hedayat das Gefängnis mehr als jeder andere verdient. Der Grund dafür:Bahareh Hedayats Ehemann Amin Ahmadian hatte in einem Interview mit Rooz zu ihrem Zustand folgendes gesagt: „Insgesamt geht es ihr gut. Sie befindet sich mit 24 anderen Gefangenen in einer öffentlichen Zelle und kann nach Hause telefonieren. Sie ist zusammen mit Hengameh Shahidi, Badrolsadat Mofidi, Mahdieh Golroo, Atefeh Nabavi, Mahboubeh Karami, Alieh Eghdamdoost, Masoomeh Yavari, Zahra Jabari, Shabnam Madadzadeh und anderen zusammen untergebracht.“

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