Frauen

Der Sohn der von der Steinigung bedrohten Iranerin Sakineh Mohammadi-Ashtiani hat erneut an die internationale Gemeinschaft appelliert, Druck auf den Iran auszuüben.
“Ich bitte Sie, lassen Sie nicht nach”, sagte Sajjad Ghaderzadeh in einem Interview mit der französischen Tageszeitung Libération vom 3. September. “Wenn Sie nicht da gewesen wären, wäre meine Mutter bereits tot.” Mit einem ähnlichen Appell hatte sich der 22-Jährige bereits am Vortag im Online-Magazin stern.de an die Öffentlichkeit gewandt. Nur der anhaltende Druck auf den Iran habe bisher die Vollstreckung des Steinigungs-Urteils gegen Sakineh Mohammadi-Ashtiani verhindert. Von den Behörden bekommt er zurzeit keine Auskünfte, wie es mit seiner Mutter weitergeht. Umso wichtiger sind die internationalen Proteste gegen die drohende Hinrichtung: „Sie haben bislang vor allem einen positiven Effekt gehabt: Meine Mutter lebt noch!“, gibt sich Sajjad überzeugt. Auch sie selbst sei sich dessen bewusst und sehr glücklich über die Proteste.Er hofft, dass sich neben der Türkei und Brasilien weitere Regierungen in den Fall einschalten und so den Druck auf die iranischen Behörden zusätzlich erhöhen. Unterdessen forderte Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner von EU-Außenministerin Catherine Ashton eine gemeinsame Warnung der Europäischen Union an den Iran. In Italien bezogen vier Ministerinnen offen Stellung gegen “iranische Fundamentalisten”.