Ashraf & Liberty

Am 31. Oktober gedachten in Berlin Exiliraner und Menschenrechtsverfechter mit einer Gedenkkundgebung der Opfer des jüngsten Terroranschlags auf die iranischen Flüchtlinge im Lager Camp Liberty im Irak. Der Anschlag auf die schutzlosen Asylsuchenden hat weltweit Bestürzung und Trauer ausgelöst.
Unter den Mitwirkenden war auch Martin Patzelt (Bild), Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages.

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Er erklärte in seinem Vortrag u.a.:
„Ich bin hierher gekommen, als Mitglied des Deutschen Bundestages, weil ich bei Ihnen sein wollte in dieser schweren Stunde, wo erneut Angehörige aus Ihrem Volk, Angehörige aus Ihrer Familie von furchtbarem Leid getroffen sind.
Wir alle gemeinsam haben es nicht verhindern können, aber wir stehen fassungslos vor einer Situation, wo Menschen ohne Waffen, im friedlichen Zusammenleben ... angegriffen wurden, getötet wurden, verletzt wurden.
Sagen Sie mir einen Grund, warum es auf dieses Lager Raketenangriffe gab! Sagen Sie mir einen Grund, warum wehrlose Menschen in dieser furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzung getötet, bestraft werden, wofür? Wir stehen fassungslos vor diesem Verbrechen und wissen nicht, was wir dazu sagen sollen - als eine tiefe Abscheu, eine Verurteilung, und ein Aufruf an alle Welt zu sehen, was hier für ein furchtbares Unrecht geschehen ist.

 

 

 

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Presseecho: Humanitäre Hilfe aus Berlin für iranisches Flüchtlingscamp

Die Abendschau des rbb-Fernsehens berichtete über die Großveranstaltung in Berlin, die am 7. März 2015 zum Schutz von iranischen Asylsuchenden im Lager Camp Liberty (Irak) aufrief.

Der Bericht der Abendschau befasst sich mit der internationalen humanitären Kampagne, die sich für den Schutz und die Menschenrechte von iranischen Flüchtlingen im Irak einsetzt. Die Exiliraner wurden aus der Siedlung Ashraf zwangsvertrieben und im Lager Camp Liberty nahe Bagdad interniert. Die Kampagne arbeitet dafür, dass rund 3000 iranische Flüchtlinge aus Camp Liberty in sichere Länder evakuiert werden. Bis dahin müssen sie vor Menschenrechtsverletzungen, Terror und Gewalt geschützt werden. Die vom irakischen Militär verhängte medizinische Versorgungsblockade gegen die Exiliraner muss gestoppt werden. Dem Aufruf zu wirksamer medizinischer Hilfe für die Flüchtlinge in Camp Liberty haben sich mehrere Ärzteverbände in Europa angeschlossen.

Der iranische Arzt Dr. Mirhadi Madghalji hat bis zum September 2014 im Lager Camp Liberty an der medizinischen Versorgung der dort lebenden Flüchtlinge mitgewirkt. Dr. Madghalji bemüht sich zurzeit in Berlin um humanitäre Hilfe für seine Landsleute in Camp Liberty. Die Abendschau berichtete über sein Engagement.