Großveranstaltung in Berlin: Für Menschenrechte, Toleranz und Gleichberechtigung! Gewalt, Frauenfeindlichkeit und religiösen Fanatismus stoppen! Menschenrechtskampagne: Iranische Asylsuchende in Camp Liberty (Irak) schützen!

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Anlässlich des Weltfrauentages fand am 7. März 2015 in Berlin eine beeindruckende Großveranstaltung statt, an der namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Frauen- und Menschenrechtlerinnen aus der iranischen Demokratiebewegung, aus Europa, den USA, Kanada und vielen islamischen Ländern mitwirkten. Tausende Menschen, die meisten Exiliranerinnen und -Iraner, waren aus ganz Deutschland und anderen Ländern zu der Veranstaltung angereist, die ein deutliches Zeichen für Toleranz, Menschenrechte und Gleichberechtigung und gegen Fundamentalismus und Extremismus setzte. Die Veranstaltung fand ein beachtliches Echo in deutschen und internationalen Medien. Sie wurde vom iranischen Exilfernsehen, das im Iran und Irak sowie per Internet weltweit empfangen werden kann, in einer mehrstündigen Lifesendung übertragen.

 

Diktatur im Iran: Frauenfeindlichkeit und Menschenrechtsverletzungen stoppen!
Die Veranstaltung informierte über zunehmende Menschenrechtsverletzungen an Frauen im Iran und anderen von islamischen Fundamentalisten beherrschten Ländern. Gewalt gegen Frauen ist für das Teheraner Regime ein Mittel zur Machtdemonstration. Schwerste Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind im Iran an der Tagesordnung. Hinrichtungen von Frauen nehmen immer mehr zu. Das Regime im Iran geht mit äußerster Gewalt gegen die Frauen vor, die mutig gegen die Diktatur aufbegehren.

In Berlin berichteten Vertreterinnen von exiliranischen Frauenvereinigungen aus Deutschland und anderen Ländern über ihre Erfahrungen mit der fundamentalistischen Herrschaft im Iran und ihrem frauenfeindlichen Charakter. Sie beleuchteten die systematische und institutionalisierte Gewalt des Teheraner Regimes gegen die Frauen und die Verletzung ihrer Rechte. Die Rednerinnen äußerten sich überaus kritisch zur Haltung von westlichen Regierungen Teheran gegenüber. Sie bezeichneten das Schweigen und Tatenlosigkeit angesichts der schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran als Beschwichtigungspolitik, die dem Teheraner Regime und seinen islamistischen Helfershelfern in die Hände spiele, zum Schaden der toleranten Moslems und insbesondere der Frauen.
Menschen- und Frauenrechtlerinnen forderten in Berlin ein entschlossenes Vorgehen der Weltgemeinschaft gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran und die vom Teheraner Regime praktizierte Frauenfeindlichkeit. In Vorträgen wurde zu Solidarität mit den Frauen aufgerufen, die sich im Iran und in der arabischen Welt für Demokratie und Frauenrechte und gegen den islamischen Fundamentalismus einsetzen.

Iranische Asylsuchende in Camp Liberty schützen!
In der Veranstaltung informierten Menschenrechtler über die Lage von Hunderten iranischen Frauen, die als politische Flüchtlinge im Irak Asyl gesucht haben. Sie sind im menschenunwürdigen Internierungslager Camp Liberty bei Bagdad schweren Menschenrechtsverletzungen und Repressalien durch das irakische Militär ausgesetzt. Die Asylsuchenden in Camp Liberty wenden sich entschieden gegen den islamischen Fundamentalismus und setzen sich für Demokratie, Menschenrechte und die Gleichberechtigung der Frauen im Iran ein. Daher sind sie in akuter Gefahr, von extremistischen Terrorgruppen, die dem Teheraner Regime nahe stehen, angegriffen zu werden.

In Berlin wurde über die internationale humanitäre Kampagne berichtet, die sich für den Schutz und die Menschenrechte der iranischen Flüchtlinge im Irak einsetzt. An dieser Kampagne wirken Menschenrechtsexperten, Parlamentarier, Kirchenvertreter, Rechtsanwälte und Ärzte in verschiedenen Ländern mit. Die humanitäre Kampagne arbeitet dafür, dass die iranischen Flüchtlinge aus dem Lager Camp Liberty in sichere Länder evakuiert werden. Bis dahin müssen sie vor Menschenrechtsverletzungen, Terror und Gewalt geschützt werden. Die vom irakischen Militär verhängte medizinische Versorgungsblockade gegen die Exiliraner muss gestoppt werden. Dem Aufruf zu wirksamer medizinischer Hilfe für die Flüchtlinge in Camp Liberty haben sich mehrere Ärzteverbände in Europa angeschlossen. Parlamentarier und Anwaltsvereinigungen haben neue Initiativen für den Schutz der Exiliraner im Irak gestartet.

Mitwirkende der Menschenrechtskampagne, darunter die langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, riefen die internationale Gemeinschaft in Berlin zu Solidarität und wirksamer Unterstützung, insbesondere für die Frauen in Camp Liberty auf. Das Lager brauche internationalen Schutz vor Angriffen extremistischer Terrorgruppen.
Rudolf Henke, Bundestagsabgeordneter aus Aachen und 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V., bekräftigte in Berlin den Aufruf an die irakische Regierung, den iranischen Flüchtlingen im Lager Camp Liberty eine angemessene medizinische Grundversorgung zu ermöglichen. Die schlechte medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Camp Liberty sei ein eklatanter Verstoß gegen den UN-Sozialpakt, den der Irak ratifiziert hat. Der irakische Ministerpräsident sei aufgerufen, eine medizinische Grundversorgung der Menschen im Camp Liberty zu gewährleisten und damit grundlegende Menschenrechtsstandards und medizinethische Prinzipien einzuhalten.

Gemeinsam gegen islamischen Fundamentalismus und Extremismus
Zahlreiche Mitwirkende der Veranstaltung wiesen darauf hin, dass das Teheraner Regime das Epizentrum für Terrorismus und Fundamentalismus in der heutigen Welt und damit die Hauptbedrohung für die globale Sicherheit und den Frieden sei. Die fundamentalistische Diktatur im Iran sei die Ursache für die Entstehung immer neuer islamistischer Terrorgruppen.
In Vorträgen wurde davor gewarnt, die Gefährlichkeit der islamistischen Diktatur in Teheran zu unterschätzen. Die Weltgemeinschaft müsse entschlossen gegen den von Teheran unterstützten Terror vorgehen. Die demokratischen und menschenrechtlichen Bewegungen gegen den islamischen Fundamentalismus müssten weltweit gestärkt werden, vor allem dadurch, dass Frauen in diesen Bewegungen Verantwortung und Führungspositionen übernehmen.

Die iranische Widerstandspräsidentin Maryam Rajavi erklärte, die Welt stehe gegen den islamischen Fundamentalismus und Extremismus nicht ohne Antwort da. Die Antwort sei ein demokratischer und toleranter Islam. Sie rief vor allem die Frauen der Welt auf, sich gemeinsam gegen den Terror und die Barbarei der islamistischen Extremisten einzusetzen, um die Völker des Nahen Ostens und der ganzen Welt von diesem Alptraum zu befreien.

Presseecho: Humanitäre Hilfe aus Berlin für iranisches Flüchtlingscamp

Die Abendschau des rbb-Fernsehens berichtete über die Großveranstaltung in Berlin, die am 7. März 2015 zum Schutz von iranischen Asylsuchenden im Lager Camp Liberty (Irak) aufrief.

Der Bericht der Abendschau befasst sich mit der internationalen humanitären Kampagne, die sich für den Schutz und die Menschenrechte von iranischen Flüchtlingen im Irak einsetzt. Die Exiliraner wurden aus der Siedlung Ashraf zwangsvertrieben und im Lager Camp Liberty nahe Bagdad interniert. Die Kampagne arbeitet dafür, dass rund 3000 iranische Flüchtlinge aus Camp Liberty in sichere Länder evakuiert werden. Bis dahin müssen sie vor Menschenrechtsverletzungen, Terror und Gewalt geschützt werden. Die vom irakischen Militär verhängte medizinische Versorgungsblockade gegen die Exiliraner muss gestoppt werden. Dem Aufruf zu wirksamer medizinischer Hilfe für die Flüchtlinge in Camp Liberty haben sich mehrere Ärzteverbände in Europa angeschlossen.

Der iranische Arzt Dr. Mirhadi Madghalji hat bis zum September 2014 im Lager Camp Liberty an der medizinischen Versorgung der dort lebenden Flüchtlinge mitgewirkt. Dr. Madghalji bemüht sich zurzeit in Berlin um humanitäre Hilfe für seine Landsleute in Camp Liberty. Die Abendschau berichtete über sein Engagement.