Der Iran hängt drei kurdische politische Gefangene trotz globalen Aufschreien, um die Hinrichtungen zu stoppen

Die iranischen Behörden haben drei kurdische politische Gefangene hingerichtet, trotz überwältigender internationaler und populärer Bemühungen, die geplanten Hinrichtungen zu verhindern.

Ramin Hossein Panahi (24), Loghman Moradi (32) und Zaniar Moradi (30) befanden sich im Hungerstreik und wurden im Gohardasht-Gefängnis von Karaj, westlich von Teheran, hingerichtet.

Die staatliche Fars-Nachrichtenagentur, die den Revolutionsgarden angeschlossen ist, bestätigte diese drei Hinrichtungen früh am 8. September.

Die abscheulichen Exekutionen lösten eine Welle globaler Verurteilungen gegen das iranische Regime aus.

Amnesty forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Hinrichtungen von drei iranischen Kurden, Ramin Hossein Panahi, Zaniar Moradi und Loghman Moradi, scharf zu verurteilen.
"Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, diese Hinrichtungen aufs Schärfste zu verurteilen und die iranischen Behörden aufzufordern, ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten. Die iranischen Behörden müssen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle einen fairen Prozess haben, dass Folter und andere Misshandlungen absolut verboten sind und dass die Praxis der erzwungenen "Geständnisse" ein für allemal eingestellt wird ", sagte Amnesty International.

Iran verurteilt Bürgerrechtler zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis

Der Bürgerrechtler Ali Nouri wurde zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er von der Abteilung 26 des Teheraner Hofes unter der Leitung von Richter Ahmadzadeh wegen "Versammlung, geheimer Absprache und Verbreitung von Propaganda gegen den Staat" verurteilt worden war. Der Aktivist veröffentlichte die Nachrichten auf seiner Instagram-Seite und teilte ein Bild des Urteils mit.


Ali Nouri, 25, wurde am 8. Oktober 2014 bei einer Kundgebung zur Unterstützung von Kobani, die vor den UN-Büros in Teheran stattfand, festgenommen. Er wurde dann in die Abteilung 2A des Teheraner Evin-Gefängnisses verlegt, die vom Revolutionsgarden-Korps (IRGC) kontrolliert wird. Nach einem Drittel seiner Verurteilung wurde er bedingt entlassen.
Er wurde am 30. Dezember 2017 erneut verhaftet und in eine Quarantäneabteilung des Evin Gefängnisses gebracht, wo er einen Herzinfarkt erlitt und nur eine kurze Untersuchung in der Gefängnisklinik erhielt. Nach einigen Tagen wurde er in das Rajaie Shahr Gefängnis von Karaj westlich von Teheran verlegt. Daraufhin wurde Herr Nouri am 4. Februar 2018 gegen Kaution freigelassen.

Bürgerproteste in der Stadt Kazerun im Iran blutig niedergeschlagen

Viele Tote und Verletzte sowie Hunderte Festnahmen gemeldet

KAZEROUN, 16. Mai 2018

Friedliche Demonstranten wurden von Sicherheitsagenten des iranischen Regimes bei Protesten in der südiranischen Stadt Kazeroun (nahe Shiraz) in der Nacht beschossen. Es gab tödliche Zusammenstöße mittwochnachts (16. Mai) zwischen Bewohnern und den staatlichen Sicherheitskräften in Kazeroun, nachdem die Sicherheitskräfte beschlossen hatten, die friedlichen Anti-Regimeproteste in der Stadt aufzulösen, die bereits zuvor begonnen hatten.

Berichte von Aktivisten vor Ort zeigen, dass mindestens vier Demonstranten getötet wurden. Duzende wurden verletzt und bis zu 150 Personen verhaftet, als das Regime versuchte, weitere Proteste zu unterdrücken. Bei den Auseinandersetzungen wurden eine Polizeistation und ein Polizeiauto in Brand gesetzt.

Die Geschichte einer Mutter über die Hinrichtung ihres Sohnes

Es ist einige Wochen her, dass ein junger Athlet im Iran hingerichtet wurde. Das Todesurteil von Bahman schien in letzter Minute aufgehoben zu werden und die Nachricht einer Begnadigung erreichte seine Familie, doch dann führte die iranische Justiz fort und ließ ihn am nächsten Tag hinrichten und keiner konnte es glauben.

„Bahman Varmezyar war ein Friseur und Personaltrainer in Hamedan. Am 31. März 2014 überfiel er bewaffnet mit einigen anderen einen Juwelierladen. 18 Tage später stellte er sich selbst der Polizei und übergab ihr die gestohlenen Wertsachen. Obwohl man ihm dafür in der Anklage einen Haftvorteil versprach, wurden er und die anderen Mittäter zum Tod durch Erhängen verurteilt.“

Am 16. April 2018 besuchte ihn seine Familie zum letzten Mal. Sie erhielt danach einen Telefonanruf, in dem man ihr sagte, dass er begnadigt worden sei. Bahman schien von der Todesstrafe befreit und seine Familie war so glücklich, dass sie eine Feier plante. Doch kurz danach kippte die Stimmung komplett, nachdem man ihr mitteilte, dass die Umsetzung des Todesurteils nur verzögert und nicht aufgehoben wurde.

Selbst Wochen nach seiner Hinrichtung lehnt es seine Mutter immer noch ab, daran zu glauben, dass er wirklich tot ist. Sie weint jeden Tag und sagt immer wieder: „Wie kann das sein? Wie kann eine solche Entscheidung innerhalb eines halben Tages revidiert werden? Warum sagen sie uns, er ist begnadigt und dann wird er doch hingerichtet?“

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Großdemonstration der Landwirte in Isfahan

Am Morgen des 9. April gab es eine große Versammlung und massive Demonstrationen der Landwirte in Ishafan. Diese begannen nach der Beendigung ihrer Wasserrechte. Auf der Demonstration nahmen auch viele Frauen teil.

Um den Protestmarsch Hunderter Bürger und Landwirte in Isfahan aufzuhalten, versuchten Sicherheitskräfte, ihren wütenden Protest aufzulösen. Polizei und andere Sicherheitskräfte standen an der Kreuzung Masjid Ali Isfahan und versuchten dort, den Demonstrationszug zu stoppen.

Die Bauern ließen sich nicht beirren und riefen: „Eure Maschinengewehre und Panzer beeindrucken uns nicht mehr“

Weitere Sprechchöre waren: „Heute ist der Tag zum Trauern, das Leben der Landwirte hängt heute am seidenen Faden“ - „Rouhani du Lügner! Was ist mit unserem Fluß Zayandeh geschehen?“

Es ist mittlerweile der 53. Tag des Protestes der Farmer, die ihre Wasserrechte einfordern.