Öffentlichkeitsarbeit

Der UN-Flüchtlingshochkommissar nannte den Anschlag einen "verabscheuungswürdigen Gewaltakt". Der UN-Generalsekretär forderte die irakische Regierung auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

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Die UNO hat den Terroranschlag auf die Exiliraner im Lager Camp Liberty bei Bagdad scharf verurteilt. Am frühen Morgen des 9. Februar schlugen ca. 50 Raketen und Mörsergrananten in dem Lager ein. Dabei wurden sechs Exiliraner getötet, weitere 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Sicherheitsexperten sehen das Teheraner Regime, das einen Vernichtungsfeldzug gegen die iranischen Oppositionellen führt, hinter dem Anschlag.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (Bild) hat den Angriff scharf verurteilt. Der UN-Chef habe die irakische Regierung aufgefordert, den Angriff rasch und umfassend zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, teilte ein Sprecher Bans am 9. Februar in New York mit.

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In Genf wies der UN-Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres (Bild) darauf hin, dass die Lagerinsassen bis zur endgültigen Klärung ihres Status als Asylbewerber "mit internationalem Schutz" zu gelten hätten. Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR nannte den Anschlag einen „verabscheuungswürdigen Gewaltakt“ und forderte die irakische Regierung auf, den Schutz der Lagerbewohner zu gewährleisten. Außerdem müsse sie dafür sorgen, dass die für den Angriff Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Auch die US-Regierung verurteilte den Angriff auf das Flüchtlingslager. Der Anschlag sei ein "bösartiger und sinnloser Terrorangriff", hieß es in einer Mitteilung des US-Außenministeriums. Die irakischen Behörden müssten den Vorfall untersuchen und die Sicherheitsvorkehrungen in dem Flüchtlingslager verstärken.