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Tausende Aktivistinnen für die Gleichheit der Frauen unterstützen die Erhebung der Frauen in der arabischen Welt und die Frauen des iranischen Widerstandes in Camp Ashraf und Camp Liberty

Auf einer einzigartigen Konferenz in Paris riefen Frauen, die von mehreren Kontinenten gekommen waren, zur Unterstützung auf für die Frauen, die sich in der arabischen Welt erhoben haben, um gegen Tyrannei und Fundamentalismus zu kämpfen, und auch für die Frauen des iranischen Widerstandes in Camp Ashraf und Camp Liberty im Irak, die ernsthaft bedroht sind. Die Konferenz fand zu derselben Zeit statt, in der die zweite Gruppe von 400 Bewohnern Ashrafs nach Camp Liberty zogen.

Frau Maryam Rajavi, die Hauptrednerin der Konferenz, gab der heroischen Erhebung syrischer Menschen hohe Anerkennung.

Die Konferenz war von der Internationalen Föderation von Frauen gegen Fundamentalismus und für Gleichheit ([engl. Abkürzung:] WAFE) einberufen worden und wurde von Dutzenden Vereinigungen und Organisationen, die die Rechte der Frauen verteidigen, aus aller Welt unterstützt. Dutzende politische Persönlichkeiten und Verteidigerinnen der Frauenrechte sprachen auf der Konferenz, unter ihnen: Bariza Khiari, Vizepräsidentin des französischen Senats; Rita Süssmuth, frühere Präsidentin des Deutschen Bundestages; Tasha de Vasconcelos, Botschafterin der Europäischen Union für Menschenrechte; Linda Chavez, früher Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit im Weißen Haus; Ingrid Betancourt, ehemals Kandidatin für das Amt des Präsidenten von Columbia; Anne-Marie Lizin, frühere Präsidentin des belgischen Senats; weiterhin Parlamentarierinnen aus mehreren Ländern, darunter Nariman al-Roussan (Jordanien); Elisabetta Zamparutti (Italien); Martine Pinville (Frankreich); Baroness Flinn (Großbritannien); Alice Damvel (Belgien); Dr. Najat al-Astal (Palästina); Naima Rabbaa (Marokko); Edit Bauer, Mitglied des Europäischen Parlaments; Sarah Chandler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses der Rechtsgesellschaft England und Wales; Anissa Boumedienne, Islamexpertin und frühere First Lady unter Präsident Houari Boumedienne; Ruth Wedgewood, Juristin aus den USA; Aude de Thuin, Gründerin und Präsidentin des Frauenforums für Wirtschaft und Gesellschaft in Frankreich; Anne Ferreira, Vizepräsidentin des Regionsrates der Picardie; Cynthia Fleury, französische Philosophin; Raymonde Folco, früheres Mitglied des kanadischen Parlaments; Amal Basha, Frauenrechtsaktivistin aus dem Jemen; Sarah Philips, Frauenrechtsaktivistin aus den USA.

Dutzende Delegationen, die die Fürsprecherinnen der Frauenrechte vertraten, waren aus Ägypten, Tunesien, Afghanistan, Palästina, aus dem Irak, aus Libven, aus dem Jemen, aus Jordanien, Marokko, Algerien und Syrien gekommen. Sie tauschten Erfahrungen und Augenzeugenberichte hinsichtlich der Rolle der Frauen im Arabischen Frühling aus und auch im Kampf der asiatischen und nordafrikanischen Nationen um Demokratie und Freiheit.

Frau Rajavi wies auf die Bemühungen des iranischen Regimes, die Revolutionen in der Region zum Scheitern zu bringen, hin. Sie sagte: »Die Mullahs, die den Iran beherrschen, stecken im Iran in einer Sackgasse und um sich die Macht zu erhalten, müssen sie auch das Schicksal des Arabischen Frühlings unter ihre Kontrolle bringen.

Darum fragen sich viele besorgt, ob nicht am Ende diese Revolutionen zu fundamentalistischer Herrschaft führen werden, wie es vor 33 Jahren im Iran geschehen ist. Und werden nicht die Frauen, die sich in diesen Erhebungen so tatkräftig und leidenschaftlich einsetzen, am Ende die großen Verliererinnen sein? Aber nein, so wird es niemals kommen. Denn es ist eine Lösung zur Hand, die die Gesellschaften zu wahrem Fortschritt und zu wirklicher Entwicklung führen wird. Die Lösung liegt wirklich darin, dass die Frauen an dem Prozess aktiv teilnehmen, dass sie Verantwortung übernehmen und Führungspositionen besetzen.«

In einem anderen Teil ihrer Rede sagte Frau Rajavi: Um der friedlichen Lösung eine zweite Chance zu geben und die Komplotte des iranischen Regimes unwirksam zu machen, hat eine zweite Gruppe von Bewohnern Ashrafs äußerste Flexibilität gezeigt, hat verantwortlich gehandelt und ist nach Liberty umgezogen.

Es ist jetzt Zeit, dass die US-Regierung und die Vereinten Nationen die Erfüllung der Minimalzusicherungen garantieren und sicherstellen, dass die Bewohner in Liberty in den Genuss aller ihrer Rechte kommen. Wird eine Vereinbarung darüber von der irakischen Regierung nicht unterzeichnet und erfüllt sie die Garantien nicht, wird kein Bewohner mehr von Ashraf nach Liberty ziehen.

Tasha de Vasconcelos, Botschafterin der Europäischen Union für humanitäre Fragen, verurteilte die Verletzung der Grundrechte der Bewohner von Liberty und erklärte ihre Bereitschaft, das Lager zu besuchen.

Über die jüngsten Entwicklungen in Camp Liberty sagte Rita Süssmuth, ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages und Ministerin in der Bundesregierung: »Die Verhandlungen darüber, dass die zweiten 400 Bewohner von Ashraf nach Camp Liberty ziehen, sind abgeschlossen. Und wiederum haben die Bewohner und Frau Rajavi die höchste Flexibilität gezeigt und wir alle hoffen, dass die Bedingungen für die nächsten 400 Bewohner besser sein werden.«

Bariza Khiari, Stellvertretende Präsidentin des französischen Senats, führte aus: »Ich unterstütze die Frauen in Ashraf und Liberty, die Avantgarde der Freiheit, und ich ersuche die Vereinten Nationen und besonders die Vereinigten Staaten, die für den Schutz dieser Menschen verantwortlich sind, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Ich bitte ebenso dringend die französische Regierung, sicherzustellen, dass die Menschenrechte dieser Frauen und Männer geachtet werden, denn sie haben nichts Falsches getan, sie wollen nur einen freien und säkularen Iran.«

Nariman al-Rossan, Mitglied des jordanischen Parlaments, erklärte:»Was die Frauen von Ashraf erreicht haben, ist eine große Errungenschaft für alle Frauen.«