Proteste im Inland

87 Ashura-Demonstranten wurden zu Haftstrafen verurteilt

10. April 2010

Die Urteile von 87 Personen, die wegen der Ashura-Proteste (27. Dezember 2009) verurteilt wurden, sind abgeschlossen worden. Ihre Fälle sind nun zur Umsetzung der Urteile weitergeleitet worden. Laut einem Report des Staats- und Revolutionsgerichtes in Teheran wurden diese Urteile, die meistens eine Haftstrafe beinhalten, der Abteilung zur Umsetzung der Urteile des Teheraner Revolutionsgerichtes übergeben. Die Gefangenen wurden beschuldigt, an Versammlungen und Verschwörungen gegen die Nationale Sicherheit teilgenommen und Propagandamaterial gegen die Regierung verteilt zu haben, Mitglied von antirevolutionären Gruppen zu sein, an verbotenen Treffen teilgenommen und die öffentliche Ordnung gefährdet zu haben. (ISNA staatliche Nachrichtenagentur – 16. März 2010)

Iranischer Konsul in Oslo schmeißt Job

12. Februar 2010

Reaktion des iranischen Außenministeriums: Er soll widerrufen und zurückkehren - Dann geschehe ihm nichts
Mohammed Reza Heydari hat gekündigt. Er will nicht länger iranischer Konsul in Norwegen sein. Die vergangenen sieben Monate seien ein Kampf mit sich selbst gewesen, sagt er in einem Interview mir dem Norwegischen Rundfunk (NRK).
Als er während des Ashura-Festes am 27. Dezember die Bilder der Demonstrationen aus dem Iran sieht, fasst er seinen Entschluss. Er will nicht länger Teil dieses Regimes sein. Die derzeitige Situation in seinem Heimatland mache es ihm unmöglich seinem Job weiterhin nachzugehen.
Quelle: Youtube


Reaktion des Außenministeriums
Das iranische Außenministerium reagiert prompt. Der Diplomat solle seinen Rücktritt im Norwegischen Rundfunk widerrufen und anschließend gemeinsam mit seiner Familie in den Iran zurückkehren - dann würde ihm nichts geschehen. Außerdem solle er sagen, dass der Bericht von NRK über seine Kündigung erlogen sei.

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Verlegung von Sicherheitskräfte aus anderen Provinzen nach Teheran

11. Februar 2010

Am 10. Februar, Vorabend des Jahrestages der 1979er Revolution am 11. Februar, weicht das unmenschliche klerikale Regime wütend und erschrocken über den landesweiten Aufstand des Menschen, vor allem in Teheran, auf zwecklose Maßnahmen aus, um Aufständen vorzubeugen oder sie schließlich zu unterdrücken.

So werden zahlreiche Sonderkommandos der Sicherheitskräfte aus entfernten und benachbarten Städten nach Teheran verlegt, um Lage kontrollieren zu können. Gruppe von Sicherheitskräften landete am Montag, dem 8. Februar, 23:00 Uhr Ortszeit bis zum nächsten Tag 6:00 Uhr auf dem Tehraner Mehrabad Flughafen. Sie wurden in Fahrzeugen der Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) zu unterschiedlichen Standorten in Teheran gebracht. Zur gleichen Zeit kamen vier Konvoys mit 30 Fahrzeugen der Sicherheitskräfte aus anderen Provinzen nach Teheran.

Die Revolte im Iran brodelt, es ist an der Zeit, den Menschen beizustehen

12. Januar 2010

Washington Times, 07.01.2010 - Nachdem die Proteste auch nach einer Woche nach den Massenprotesten im Iran während des shiitischen Ashurafestes weitergingen, versucht das angeschlagene Regime durch ein Ausufern der Gewalt den Aufstand brutal niederzuschlagen.
Dieses iranische Regime hat schon immer Angst gestreut, um zu überleben, aber sie ist nicht mehr die alles lösende Waffe, die sie einst war. Die Berichterstattung der aktuellen Ereignisse zeigt, dass die Proteste weit weg von einer Demonstration gegen die Präsidentenwahl vom Juni sind. Die Rufe und Slogans der Demonstranten zeigen eine Nation, die das Ende der obersten Herrschaft von Ali Khamenei und eine demokratische Nation fordert, die dem Volk die Freiheit gibt und welche die Menschenrechte respektiert.
Heute können die Demonstranten das Ende eines Regime in Sichtweite erkennen, das seit der Revolution von 1979 an der Macht ist. Ein verwundetes Opfer wird immer um sich schlagen und diese Regierung ist auf Brutalität, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen aufgebaut und wird daher mehr denn je um sich schlagen.
Nach der Gewalt der letzten Woche forderten hochrangige Personen des iranischen Regime die Todesstrafe für die Inhaftierten und die Opposition munkelt, dass es in den nächsten Tage weitere Hinrichtungen geben wird.
Tagesgespräch in Teheran ist, dass die Straßen der Hauptstadt mit Soldaten besetzt sind, weil das Regime die Kontrolle zurück erlangen will, welche sie in den letzten Tagen verloren hat. Teheran scheint unter einer Art Kriegsrecht zu stehen und Demonstranten sollen erschossen werden, wenn es Anzeichen für Versammlungen gibt.

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