Proteste im Inland

Rufe: „ Nieder mit Ahmadinejad” von Studenten der Meli Universität

10 May 2010  - Hunderte von Studenten protestieretn heute morgen gegen den Besuch von dem Mullahs Präsidenten Ahmadinejad in der Meli Universität in Tehran.

Studenten äußerten ihre Wut gegen das klerikale Regime durch Sprechchöre, „Nieder mit Ahmadinejad,“

Studenten werden sterben doch die demütigung nicht ertragen“ und „Schande über den Diktator, verlass die Universität.“

Aufruf zur Freilassung Inhaftierter Anwälte, Lehrer und Jugendlicher

06 May 2010  - Der Trend willkürlicher Verhaftungen politischer Aktivisten, Menschenrechtler und Jugendlichen im Iran geht mit dem Ziel, eine Atmosphäre der Unterdrückung in der Gesellschaft zu schaffen, weiter.

Am Sonntag, dem 1. Mai, am internationalen Tag der Arbeit, verhafteten Agenten des iranischen Geheimdienstes Herr Oliaifard, einen Juristen und Anwalt. Ihm wurde gesagt, es wird ein Fall eines Klienten neu am Gericht verhandelt werden. Als er vor Gericht erschien, wurde er verhaftet und an Handschellen gekettet ins Gefängnis gebracht. Oliaifard verteidigt inhaftierte Arbeiteraktivisten und Kinder und einige Minderjährige, die zum Tode verurteilt wurden.

 

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Teheran: Mindestens 48 Menschen in der Straße der Freiheit verhaftet

03 May 2010 - Nach Informationen aus internen Kreisen des iranischen Regimes wurden bei den Protestkundgebungen und Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den mutigen Arbeitern und Jungendlichen vor dem Arbeitsministerium in Teheran mindestens 48 Menschen verhaftet. Gegen 16:00 Uhr Ortszeit wurden ein Mann im Alter zwischen 30 und 35 in der Behhoudi-Straße festgenommen. Er trug ein Spruchband, auf dem stand: „Arbeiter: Erkennt, dass man sich das Recht nehmen muss; Was gerecht ist, wird bleiben und was ungerecht ist, wird vergehen.“ Jeder mit einer Kamera oder einem Mobilfunkgerät wurde brutal abgedrängt. Zahlreiche von ihnen wurden in Haft genommen. Die Festgenommen wurden sowohl ins Arbeitsministerium als auch zu den Polizeirevieren 108 und 118 gebracht.
Das klerikale Regime setzte ebenfalls zahlreiche Hubschrauber über zentralen Teilen Teherans, wie den Plätzen Azadi, Enqelab und Sattar Khan ein, um Versammlungsorte von Demonstranten aufzuspüren.

Teheran: 36 Menschen verletzt bei den Protesten

03 May 2010 - „Tod Khamenei“ schallte über den Toupkhane Platz

Auf dem zweitgrößten Platz in Teheran stürmten die Demonstranten eines der Hauptquartiere der Sicherheitskräfte des iranischen Regimes. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit den Handlangern des Regimes. Einer dieser Schergen wurde vom Dach des Gebäudes gestoßen. Er erlitt ernsthafte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auf dem Toupkhane Platz skandierten etwa 500 Arbeiter und andere Beteiligte: „Tod Khamenei, dem Obersten Führer der Mullahs“. Es kam zu intensiven Auseinandersetzungen mit den paramilitärischen Basij Einheiten und den Staatlichen Sicherheitskräften (SSF). Etwa 36 Menschen wurden verwundet. Bei den Auseinandersetzungen schlugen Demonstranten auch auf Angehörige der Bassij und der SSF ein. Die Sicherheitskräfte trieben viele Menschen auseinander, die sich in den Straßen zum Baharestan-Platz, Ferdowsi-Platz, in der Enqelab-Straße, der Vali-Asr-Straße und in der Jordanien-Straße zur Solidaritätsbekundung mit den Arbeitern zusammen gefunden hatten.

Iran: Proteste und Zusammenstöße in Isfahan, Homayounshahr, Dastgerd und Falavarjan

03 May 2010 - Die Menschen entwaffnen Handlanger des Regimes in Dastgerd / Bei Auseinandersetzungen werden viele Menschen verwundet


Am Samstagmittag protestierten in Esfahan auf dem Enqelab-Platz mutige Arbeiter und andere Menschen mit den Rufen: „Tod Khamenei, dem Obersten Führer der Mullahs“ und „Khamenei ist ein Mörder, seine Herrschaft ist rechtswidrig“. Es kam zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften des Regimes.

Um 15:00 Uhr Lokalzeit protestierten die Menschen zusammen mit Studenten zur Unterstützung der Arbeiter vor dem Eingang zur Universität von Esfahan und skandierten: „Arbeiter, Studenten, vereinigt Euch, vereinigt Euch.“ Dieser Protest führte ebenfalls zu Auseinandersetzungen mit den Handlangern des Regimes.

Um 21:45 Uhr trafen sich Angehörige von Verwundeten und andere zum Protest vor dem al-Zahra Krankenhaus und skandierten gegen das klerikale Regime. Die Kundgebung sollte die Entführung von Verwundeten verhindern.

Die mittellosen Arbeiter und Menschen aus Dastgerd in Esfahan griffen die Stadtverwaltung an. Bei einem Angriff der Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) auf die Menge, wurden drei Polizisten von den wütenden Demonstranten entwaffnet. Mehrere Menschen wurden durch Schüsse von den Regimetreuen verletzt.
Arbeiter der Bus- und Minibusgesellschaft sowie aus der Sepahan Autofabrik in Mobarakeh und Dastgerd forderten, dass ihre Beschwerden über die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen angehört werden. Die Sicherheitskräfte griffen die Arbeiter jedoch an, um die Kundgebung auseinanderzusprengen.
In der Homayounshahr von Esfahan brachen in der so genannten Khomeini-Straße zwischen Demonstranten und Regimetreuen schwere Kämpfe aus, bei denen 16 Menschen verletzt wurden.
Zur gleichen Zeit kam es zu Protestkundgebungen von verarmten Arbeitern und anderen Menschen aus Falayarjan vor dem Arbeitsamt der Stadt. Um 10:15 Uhr und 14:45 Uhr kam es zu schweren Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften. Eine große Zahl von Menschen wurde verletzt. Die Intensität der Auseinandersetzungen veranlasste das Regime die Revolutionsgarde aus Fouladshahr einzusetzen, um die Unruhen in Falayarjan unter Kontrolle zu bringen.

Iran: Spezialeinheiten in Teheran in Alarmbereitschaft

Eine Spezialeinheit der staatlichen Sicherheitskräfte im Großraum Teheran (SSF) wurde am Samstag in Alarmbereitschaft versetzt, um Proteste von Arbeiten und Bürgern zu verhindern. Das geht aus einem geheimen Dokument des Regimes hervor. Bataillone dieser Brigade waren in verschiedenen Bereichen Teherans stationiert.
Einheiten der 3. Brigade wurden am Morgen bis Mittags am Vanak Platz stationiert. Dann gingen sie an den Enghelab Platz und blieben dort wie geplant bis Nachmittags. Das 4. Bataillon wurde am 7-Tir Platz (bekannt als Rezaii-ha Platz) stationiert. Das 5. Bataillon befand sich am Nazi Abad und das 7. Bataillon im Hauptquartier der SSF in der Marvdasht Straße.
Alle Bassij und SSF Einheiten aus verschiedenen Teheraner Bezirken sind seit Freitag, dem 30. April in Alarmbereitschaft.