Proteste im Inland

       

 

Berlin Brandenburger Tor - Mahnwache Tag 14

Am 1. September stürmten irakische Truppen die Flüchtlingssiedlung Ashraf nördlich von Bagdad und schossen mit Gewehren auf die unbewaffneten Zivilisten. Sie töteten 52 Exiliraner, darunter sechs Frauen. Viele der iranischen Oppositionellen wurden durch Kopfschüsse regelrecht hingerichtet, nachdem sie von Soldaten gefesselt worden waren. Sieben der Flüchtlinge, darunter sechs Frauen, wurden von den Soldaten als Geiseln verschleppt.

Seit dem Massaker an iranischen Flüchtlingen in Ashraf finden in Berlin täglich Mahnwachen von Exiliranern und Menschenrechtlern statt. Die Mitwirkenden appellieren an die UNO und die westlichen Regierungen, mit Rettungsmaßnahmen für den Schutz der iranischen Asylsuchenden im Irak und die Freilassung der Geiseln zu sorgen. Familienangehörige der im Irak lebenden Flüchtlinge sind in einen Hungerstreik getreten, um auf die Lebensgefahr aufmerksam zu machen, in der die Asylsuchenden im Irak sich befinden.

Mit ihren Mahnwachen fordern die Exiliraner, dass die in Ashraf und Camp Liberty internierten Flüchtlinge umgehend nach Europa oder Nordamerika evakuiert werden. In Camp Liberty sind die Exiliraner in ständiger Gefahr, Opfer von Terroranschlägen zu werden. Seit Februar 2013 wurden dort 10 Menschen durch Terroranschläge getötet, es gab mehr als 170 Verletzte.