Proteste im Inland

Zeitgleich mit der demagogischen Zeremonie des iranischen Regimes am sogenannten Qods-Tag protestierten hunderte von Teheraner Bürgern in der Metrostation „Haft-e Tir“ , wobei sie riefen „Nieder mit dem Diktator!“ und „Mein Leben nicht für Gaza, nicht für Libanon, sondern für Iran!“.                                      

 

Der Protest, der gegen 3:00 Uhr Ortszeit stattfand, wurde von den Unterdrückungseinheiten des Regimes angegriffen und mindestens zwei Menschen wurden verhaftet.

Ähnliche Proteste fanden am Vormittag auf dem Haft-e Tir-Platz  statt, wo Menschen die gleichen Slogans riefen wie später, als sie aus der Metrostation kamen. Eine Reihe junger Protestierer wurden  hier verhaftet und mit einem Kleinbus an einen unbekannten Ort gebracht.

Auch Passagiere auf Teherans Metrolinie 3 und eine weitere Gruppe an der Tankstelle von College Crossroads äußerten regimekritische Proteste mit ähnlichen Slogans.

In Fortsetzung  seiner Unterdrückungsmaßnahmen vergangener Tage infiltrierte das unmenschliche Klerikalregime das gesamte Stadtzentrum sowie die Metrostationen mit mit Gangs aus Wächtern, Sicherheitskräften und Agenten, die mit Schlagstöcken bewaffnet sind. Auch Telefonnetze und Internetserver wurden außer Betrieb gesetzt, um jeglichen Massenprotest zu ersticken.

Dennoch war, trotz massiver Propaganda und Mobilisierungsversuche, die Teilnehmerzahl der Pro-Regierungsdemonstration sehr klein und bedeutete eine politische Niederlage für das Oberhaupt des Regimes. Deshalb ersetzte das Staatsfernsehen den Film von der heutigen Kundgebung  mit einem  mehrere Jahre alten und bereitete dem Regime einen neuen Skandal.

In der Stadt Mashad rief eine Reihe von Leuten „Nieder mit dem Diktator“ und „ Nicht für Gaza, nicht für den Libanon, mein Leben für den Iran“. Im Stadtteil Kian Pars in Ahwaz riefen protestierende Jugendliche regierungskritische Slogans in Unterstützung politischer Gefangener..

Wir rufen alle Menschenrechtsorganisationen, besonders den Hochkommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen und Berichterstatter über zweifelhafte Verhaftungen auf, die Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran zu verurteilen und dringende Maßnahmen zur sofortigen Freilassung der Gefangenen vorzunehmen.