Erfolge

 

30 Jahre nach Verabschiedung der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen: Erschreckende Bilanz von Amnesty-Bericht über die weltweite Anwendung von Folter

 

Evin-Gefängnis-400

 

 

Amnesty International hat am 15. Mai einen Bericht über die Misshandlung der politischen Gefangenen im Teheraner Evin-Gefängnis (Bild) veröffentlicht und eine Untersuchung der brutalen Razzia vom 17. April gefordert. Die Verantwortlichen für die gewaltsamen Übergriffe müssten strafrechtlich verfolgt werden. Das Teheraner Regime bestreitet den Gewaltausbruch gegen die Gefangenen und schüchtert Familienangehörige ein, damit keine Informationen darüber veröffentlicht werden.

 

Am 17. April 2014 stürmten etwa 100 Regimegardisten in Kampfausrüstung unter dem Vorwand einer Sicherheitskontrolle die Abteilung 350 des Teheraner Evin-Gefängnisses, wo zahlreiche politische Gefangene inhaftiert sind. Sie verprügelten und misshandelten die Inhaftierten und sperrten sie in Einzelhaft. Die Gardisten bildeten eine Gasse, durch die die Gefangenen hindurch laufen mussten. Sie wurden dabei massiv mit Knüppeln geschlagen.

 

Acht Gefangene erlitten schwere Verletzungen und Knochenbrüche, einem anderen Häftling wurden die Zähne ausgetreten. Ein Gefangener erlitt einen Herzinfarkt. Bei der über fünfstündigen Razzia wurden mehr als 30 Gefangene zum Teil schwer verletzt. Ein Gefangener berichtete, dass er mit Knüppeln geschlagen wurde, während man ihm Fußfesseln, Handschellen und eine Augenbinde angelegt hatte. Familienangehörige berichteten, dass viele Gefangene Prellungen und Schwellungen, auch im Gesicht aufwiesen.