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Abzug der bewaffneten irakischen Truppen und internationale Sicherheitsgarantien für die iranischen Oppositionellen im Irak gefordert

In Camp Liberty bei Bagdad werden ca. 400 iranische Asylsuchende weiter unter bedrohlichen und menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. Die iranischen Oppositionellen waren am 18. Februar auf Anraten der UNO aus Ashraf, wo sie seit 25 Jahren gelebt hatten, in das Übergangslager verlegt wurden. Der Irak droht mit der Zwangsvertreibung von weiteren Exiliranern aus Ashraf. Den Asylsuchenden wird in Camp Liberty weiterhin der freie und direkte Zugang zu medizinischer Versorgung, Rechtsanwälten und Familienangehörigen verwehrt.

 Unterdessen nehmen die internationalen Proteste gegen die Behandlung der Flüchtlinge in Camp Liberty zu. Die Internationale Anwälte-Union (Union Internationale des Avocats UIA) mit Sitz in Paris hat sich diesem Protest angeschlossen. Der UIA gehören über 200 Anwaltsvereinigungen mit fast zwei Millionen Mitgliedern in 110 Ländern an. Sie hat eine herausragende Stellung unter den Vereinigungen von Berufsrechtsanwälten, vor allem dank ihrer internationalen und multikulturellen Dimension.

In einem Schreiben von UIA-Präsident Driss Chater protestiert die Anwälte-Union dagegen, dass die Exiliranerinnen und -Iraner in Camp Liberty wie in einem Gefangenenlager festgehalten werden, und fordert den Abzug der bewaffneten irakischen Truppen aus dem Lager. Die UIA weist auf die menschenunwürdigen Zustände in dem Lager hin und ruft den UN-Generalsekretär, die USA und die EU auf, mit Sicherheitsgarantien für den Schutz der Flüchtlinge zu sorgen.